Heimliche Helden: Helena Fromm: Mit Kraft und Respekt
Helena Fromm aus Arnsberg ist erfolgreiche Taekwonda und kämpft bei Olympia.
Heimliche Helden
Sie sind erfolgreiche Sportler, aber werden kaum wahrgenommen. Nur die lokale Presse berichtet über ihre Leistungen. Denn ihr Sport ist nicht populär.
DerWesten ändert das. In regelmäßigen Abständen werden hier Randsportarten und ihre erfolgreichsten Vertreter vorgestellt - in der Serie Heimliche Helden.
Alle bisher veröffentlichten Folgen der Serie Heimliche Helden gibt es hier
Wer kennt das nicht? Man sitzt im Kino. Auf der Leinwand rauscht ein asiatischer Film vorbei. Oftmals ein bisschen langweilig. Doch dann wird gekämpft: Asiatische Krieger fliegen förmlich durch die Luft. Blitzschnell reißen sie die Beine zum Tritt in die Höhe. Pfeilschnell schießen ihre Fäuste nach vorn. Setzen zum Schlag an. Plötzlich ist es spannend.
Eine dieser faszinierenden Kampfsportarten ist das koreanische Taekwondo. Zur Waffe dieser eigentlich waffenlosen Kampfsportart werden Füße (Tae) und Fäuste (Kwon). "Do" ist der Weg, den die Sportler geistig zurücklegen müssen: Geduld, Respekt vor dem Gegenüber, Erkennen der eigenen Schwächen und Stärken und Selbstdisziplin sind Charakterzüge, die die angehenden Kämpfer nach und nach verinnerlichen. So werden Schüler zu Meistern. Der Weiße Gurt wird zum Schwarzen.
Schon seit 37 vor Christus bekannt
In seinem Herkunftsland Korea schon seit 37 vor Christus bekannt, ist Taekwondo erst seit 1965 auch eine Größe in der Sportwelt. In jenem Jahr fand die erste Taekwondo-Demonstration koreanischer Großmeister statt. Schon drei Jahre später wurde die erste deutsche Meisterschaft in der vom japanischen Karate beeinflussten Kampfsportart ausgetragen. 1979 wurde der Deutsche Rainer Müller erster Taekwondo-Weltmeister im eigenen Land.
Der Durchbruch kam 1994
Nach und nach wurde Taekwondo in Deutschland und Europa bekannter. Der Weg zur olympischen Disziplin war jedoch ein harter Kampf: Zwar schon 1981 als olympische Disziplin anerkannt, wurde Taekwondo bei den Spielen in Seoul 1988 und in Barcelona 1992 nur als Demonstrationssportart ausgetragen. Der Durchbruch kam 1994 bei der Sitzung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Paris: Taekwondo wurde zur vollwertigen olympischen Disziplin erklärt. Bei den Spielen 2000 in Sydney feierten die Kämpfer Premiere.
In diesem Jahr werden in Peking folgende Teakwondoken für Deutschland um die Goldmedaille kämpfen:
Frauen:
Gewichtsklasse bis 49 Kg:
Sümmeye Gülec (Nürnberg)
Gewichtsklasse bis 67 Kg:
Helena Fromm (Oeventrop)
Männer:
Gewichtsklasse bis 58 Kg:
Levent Tuncat (Duisburg-Laar)
Gewichtsklasse bis 68 Kg:
Daniel Manz (Friedrichshafen)






























