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Schwimm-Verband braucht ein besseres Förderkonzept

01.08.2012 | 21:46 Uhr
Schwimm-Verband braucht ein besseres Förderkonzept
Britta Steffen scheiterte über 100 Meter Freistil bereits im Halbfinale.Foto: Daniel Kopatsch / dapd

London.  Es sieht danach aus, als sollten die deutschen Schwimmer bei den XXX. Sommerspielen leer ausgehen. Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) wird deshalb weniger an Fördermitteln erhalten. Ein besseres Förderkonzept muss her. Außerdem muss die Stelle des Cheftrainers besetzt werden. Ein Kommentar.

Vor vier Jahren rettete Britta Steffen die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV)   bei den Olympischen Spielen in Peking vor dem Untergang. Mit zwei Goldmedaillen polierte die Berlinerin die ansonsten schon klägliche Bilanz des deutschen Teams auf. Diesmal wird auch die schwächelnde Weltrekordlerin das deutsche Schwimmen nicht retten können.

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Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia

Nicht ein einziger deutscher Schwimmer hat sich zum Auftakt der Olympischen Spiele für die Finals und Halbfinals am Samstag qualifiziert. Für eine anschließende Bewertung ist es zwar noch zu früh, doch es ist Schlimmes zu befürchten. Ein Kommentar.

In der Vereinbarung des DSV mit dem Deutschen Olympischen Sport-Bund steht es eindeutig geschrieben. Zweimal Gold, zweimal Silber, zweimal Bronze muss das Team in London holen. Doch es sieht ganz danach aus, als sollten die deutschen Schwimmer bei den XXX. Sommerspielen leer ausgehen. Es wäre ein historisches Tief. 1952 in Helsinki sprang nur ein dritter Platz heraus, ganz ohne Edelmetall blieben sie zuletzt 1932. Damals war in dem Hamburger Brustschwimmer Erwin Sietas aber auch nur ein Deutscher am Start.

DSV wird weit weniger Fördermittel erhalten

Die verfehlte Ziel-Vereinbarung wird Konsequenzen haben. Der DSV wird in den nächsten Jahren weit weniger an Fördermitteln aus öffentlichen Mitteln erhalten. Natürlich wollen wir keine 16-jährigen Wunderschwimmerinnen wie in China, deren Leistungssprünge Zweifel aufkommen lassen. Doch es muss jetzt etwas geschehen.

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London, 29.07.12: Die erst 16-jährige Chinesin Ye Shiwen holte sich Gold über 400 Meter Lagen – mit neuem Weltrekord. Bei den Herren siegte über die gleiche Distanz US-Boy Ryan Lochte, während Superstar Michael Phelps die Medaillenränge verpasste.

Ein besseres Förderkonzept muss her und die seit Jahren vakante Stelle des Cheftrainers schnell wieder besetzt werden. Noch sind es zwei Jahre bis zu den Europameisterschaften in Berlin und vier Jahre bis zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Hoffentlich werden diesmal die richtigen Schlüsse gezogen. Der Achter kann ein Vorbild sein. Er war in Peking nicht im Finale und ist jetzt der strahlende Sieger.

Thomas Lelgemann

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Kommentare
03.08.2012
09:36
Schwimm-Verband braucht ein besseres Förderkonzept
von dirk7603 | #4

@Borusse1985 - naja, man benötigt einfach nur Athleten die gewinnen wollen.

Ein großteil der deutschen Schwimmer, hat ja noch nicht einmal die Saisonbestleistung erzietl und dies deutet daraufhin, dass in der Saisonplanung und dem Trainingsaufbau Fehler gemacht wurden.

03.08.2012
09:07
Schwimm-Verband braucht ein besseres Förderkonzept
von Borusse1985 | #3

Wir brauchen einfach nur bessere Labore wo Substanzen entwickelt werden, die sich im Körper nicht nachweisen lassen. Ähnlich wie bei den Amis und Chinesen. Man kann ja Ausnahmeschwimmer besitzen, aber das jeder Schwimmer von denen Weltrekorde schwimmt ist irgendwie aussergewöhnlich.

02.08.2012
21:36
Schwimm-Verband braucht ein besseres Förderkonzept
von xxyz | #2

Es waren ja auch trotz der Inflation an Wettbewerben kaum Plätze dabei.

02.08.2012
21:17
Schwimm-Verband braucht ein besseres Förderkonzept
von maped | #1

Der Achter kann ein Vorblid sein, ob das selbe Konzept jedoch auch bei den Schwimmern fruchten würde?

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