Saubere Mittel sind gefragt
12.02.2010 | 17:54 Uhr 2010-02-12T17:54:00+0100
Aber ist diese Anschuldigung, die u.a. vom Sport-Informationsdienst (sid) und den elektronischen Medien erhoben wurde, auch gerecht?
Fakt ist, dass aus der IOC-Ankündigung einer routinemäßigen Wada-Pressekonferenz, auf der von 30 nicht startberechtigten Athleten die Rede sein werde, einige Medien den – voreiligen – Schluss gezogen hatten, hier handele es sich um erst kurz vor den Spielen überführte Dopingsünder.
Tatsächlich aber geht es um „Wochen und Monate“ zurückliegende Fälle, wie die Wada tags darauf klarstellte. Etwas anderes war von den Doping-Bekämpfern auch nie behauptet worden. Ob die Wada – wie Kritiker sagen – mit ihrer Einschätzung, es handele sich dabei um eine „außerordentlich hohe Zahl an positiven Fällen“ übertrieben hat, um die steigende Effizienz ihrer Arbeit zu demonstrieren, sei dahingestellt.
Fazit: Ein Sturm im Wasserglas, der eher ein Medien- denn ein Wada-Problem zu sein scheint. So oder so: Im Kampf gegen unsauberen Sport sollten sich alle Beteiligten tunlichst um saubere Mittel bemühen.
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