Olympia weint: Erster Toter bei Winterspielen
13.02.2010 | 00:36 Uhr 2010-02-13T00:36:00+0100
Whistler. Tod, Tränen, Trauer: Olympia weint um den ersten toten Sportler in der Geschichte der Winterspiele. Der 21-jährige Rodler Nodar Kumaritaschwili aus Georgien erlag seinen schweren Verletzungen, die er bei einem Sturz im Abschlusstraining erlitten hatte. Die olympische Familie steht unter Schock.
„Unsere ersten Gedanken gelten seiner Familie, seinen Freunden und den anderen Athleten“, sagte IOC-Präsident Jacques Rogge: „Die olympische Familie ist betroffen über diese Tragödie, die einen Schatten auf die Spiele wirft.“
Die in Tränen aufgelöste Mannschaft Georgiens erwog nach der Tragödie sogar den Rückzug von den Winterspielen. „Wir sind alle geschockt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Wir wissen nicht, ob wir an der Eröffnungsfeier teilnehmen oder auch generell an den Spielen“, sagte der georgische Delegationsleiter Irakli Japaridse. Georgien ist mit einem achtköpfigen Team in Vancouver vertreten.
Wie es mit den Rodel-Wettbewerben in Whistler weitergeht, steht derzeit in den Sternen. Nach einer Sicherheitsbegehung sollte der Kurs des Grauens auch von Staatsanwaltwaltschaft und Polizei in Augenschein genommen werden. Wann die Strecke wieder freigegeben wird, war vorerst unklar. „Das ist ein Schock und sicherlich nur schwer zu verarbeiten“, hatte Deutschlands Rodel-Legende Georg Hackl unmittelbar nach dem Unglück sichtlich bewegt gesagt. (sid)
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