Helena Fromm kann nach Bronze im Taekwondo wieder lachen
11.08.2012 | 00:34 Uhr 2012-08-11T00:34:56+0200
London/Arnsberg. Nach ihrer Viertelfinal-Niederlage war Taekwondo-Kämpferin Helena Fromm zunächst restlos bedient. Doch der Wettkampfmodus ermöglichte ihr schließlich doch noch die Chance auf eine Medaille - die sich die Sauerländerin aus Arnsberg nicht mehr nehmen ließ.
Sie schreit ihren Frust heraus, sie streckt die Fäuste in die Höhe. Dort auf der grell erleuchteten Matte inmitten der sonst abgedunkelten Halle. Helena Fromm wirft ihren blauen Helm beiseite – an diesem Abend hat die Taekwondo-Kämpferin nicht mehr Gold oder Silber verloren, sondern Bronze gewonnen. Die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in London. Die erste Medaille einer deutschen Dame in ihrer Sportart. Lachen, lachen kann sie auch wieder.
„Wahnsinn“, sagt die 25-Jährige, als sie mit der Deutschland-Fahne über den Schultern die ersten Interviews gibt. „Nach der Enttäuschung im Viertelfinale hier noch eine Medaille zu holen, ist einfach der Wahnsinn.“ Und als ihre Teamkollegin Sümeyye Manz auf sie zustürmt, sie umarmt und abknuddelt, steigen dieser auf der Matte so coolen Kämpferin die Glückstränen in die Augen.
Das charmante Gesicht ist sauer
Helena Fromm ist das „charmante Gesicht des Sauerlandes“ oder "Deutschlands schönste Taekwondo-Kämpferin“. Doch nachmittags ist sie vor allem sauer, sauer auf sich selbst. „Jetzt nicht“, blockt sie in bester Fußballer-Manier ab. Das sonst stets freundliche Lächeln - es will ihr nicht über die Lippen kommen.
Wie auch? In diesem Moment tiefer Enttäuschung. Von einer Gold- oder einer Silbermedaille in der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm träumte sie vor den Olympischen Spielen von London. Ihr Traum ist geplatzt - das steht nach der 4:8-Niederlage im Viertelfinale gegen die Koreanerin Kyung Seon Hwang fest.
Selbstentworfene Fan-T-Shirts
Während die 25-Jährige aus Arnsberg-Oeventrop schweigt, spricht ihr Vater Uwe. Gut 30 Köpfe umfasst die Fan-Gruppe, die sich extra für Fromms zweite Olympia-Teilnahme – 2008 belegte sie in Peking Rang neun - auf den Weg in die englische Hauptstadt machte. „Ready to fight“ steht auf ihren T-Shirts, auf den T-Shirts, die Helena selbst für ihre Anhänger entwarf.
„Kampfbereit“ – doch so präsentiert sich seine Tochter gegen die Olympiasiegerin von 2008 im Viertelfinale nicht. „Sie hat nicht attackiert, sie war zu verhalten“, erklärt Uwe Fromm. Ein Bekannter ergänzt: „Dieses blöde Korea-Fieber.“
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Na da hat der Piepmatz ja wieder was womit er sich fotografieren lassen kann!
Kann es sein, das ich hier den blanken Neid heraushöre???
Neidisch? Auf wen? Auf den Piepmatz?! Bestimmt nich... Auf die Fromm?! Niemals! Eher Respekt vor der Leistung!
Mich kotzt es nur an wenn sich "Vögel" mit fremden Federn schmücken! ;)