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Harting: "Bach hat Rückhalt der Sportler nicht"

04.01.2013 | 13:24 Uhr

Bei einer möglichen Kandidatur für das IOC-Präsidentenamt fehlt Thomas Bach nach Meinung von Diskus-Olympiasieger Robert Harting die Unterstützung der Athleten.

Köln (SID) - Bei einer möglichen Kandidatur für das Präsidentenamt im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) fehlt Thomas Bach nach Meinung von Diskus-Olympiasieger Robert Harting die Unterstützung der Athleten. "Den Rückhalt der Sportler hat Herr Bach jedenfalls nicht. Aber das wird ihm auch egal sein. Er ist nur für die Verbände da", sagte der Berliner in einem Interview mit der WAZ.

Thomas Bach hat bisher nur bestätigt, dass er über eine Kandidatur nachdenkt. Erklären muss sich der IOC-Vize bis 10. Juni. Drei Monate später wird bei der 125. IOC-Session in Buenos Aires der Nachfolger für den scheidenden IOC-Chef Jacques Rogge gewählt. Stimmberechtigt sind dabei allein die rund 110 IOC-Mitglieder.

Harting kritisierte an Bach in dem Interview, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) habe sich nicht an ihn gewendet. Ein Kontakt zu Bach sei auch "verschwendete Energie."

Bach macht für den nicht vorhandenen Kontakt zu Harting allerdings den Diskus-Star verantwortlich. Der DOSB-Chef hatte im SID-Interview zum Jahreswechsel erklärt: "Ich habe ihm am 26. Oktober eine E-Mail mit der Anlage einer Rede geschickt, in der die Förderpolitik dargestellt ist und ihn um Fragen und Anregungen gebeten. Leider hat er bis heute noch nicht die Zeit gefunden, darauf zu antworten. Ich hoffe, dass dies noch erfolgt."

Ungeachtet dessen sucht Harting mit Hilfe eines finanzstarken Unternehmers über das System der Sporthilfe hinaus den eigenen Weg für ein neues Fördermodell. Der Olympiasieger hat den Eindruck, dass seine Initiative bei den Athleten auf Zustimmung stößt: "Es gibt viele Sportler, die das toll finden. Der größte Aha-Effekt wird jedoch eintreten, wenn ich das Konzept in den Einzelheiten vorstellen werde: Mitte des Jahres."

sid

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