Boulevard-Comeback von Gewichtheber Steiner scheint gelungen
08.08.2012 | 16:37 Uhr 2012-08-08T16:37:47+0200
London Dass sich die neue Ehefrau von Gewichtheber Matthias Steiner nach seinem Unfall bei den Olympischen Spielen in London Sorgen macht, ist die natürlichste Sache der Welt. Allerdings kennt sie als Fernsehmoderatorin auch die gängigen Medien-Reflexe. Ein Kommentar.
Matthias Steiner ist in London trotz seiner Verletzungsprobleme nicht zuletzt deshalb angetreten, um sein Image als Boulevard-Sportler zu korrigieren. Er wollte nicht mehr ausschließlich der emotionale Gewichtheber sein, der beim Olympia-Triumph in Peking das Foto seiner verstorbenen Frau mit aufs Siegerpodest genommen hatte.
Matthias Steiner wollte endlich auch wieder als ein Gewichtheber wahrgenommen werden, der enorme Lasten in die Höhe wuchtet. Als Sportler.
Das Vorhaben endete mit der Hantel, die ihm im zweiten Versuch des Reißens abrutschte und den 196 Kilogramm, die ihm dabei auf den Rücken krachten. Unfälle beim Leistungssport passieren. Sie sehen oft dramatisch aus, aber die Sportler sind Profis und kennen solche Situationen aus dem täglichen Training.
Gewichtheber Matthias Steiner konnte seinen Triumph von Peking nicht wiederholen. Bei seinem zweiten Versuch im Reißen rutschten ihm die 196 Kilo Eisen aus den Händen und knallte gegen Rücken und Nacken. Danach musste Steiner aufgeben.
Dass sich Steiners neue Ehefrau Sorgen um ihren Mann macht, ist die natürlichste Sache der Welt. Allerdings kennt sie als Fernsehmoderatorin auch die gängigen Medien-Reflexe. Sie weiß, was sie bewirkt, wenn sie sagt: Normale Menschen hätten so etwas nicht überlebt.
Normale Menschen heben keine 196 Kilo
Nein, normale Menschen überleben so einen Unfall möglicherweise nicht. Aber sie heben auch nicht 196 Kilo Eisen in die Höhe. Steiner hat dagegen den Körperbau und die Erfahrung, um auf abrutschende Gewichte zu reagieren.
Für ihn ist es ein sportliches Drama, dass sich sein Traum vom Comeback als Gewichtheber in London nicht erfüllt hat. Ein anderes Comeback scheint dagegen mit Hilfe seiner Frau gelungen: Nämlich das auf dem Boulevard.
17:13
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12:55
Ausgerechnet Herr Birkhan, der die NRZ-Leser jeden Tag mit wahnsinnig originellen Olympia-Kommentaren beglückt, so z. B. über Japaner, die alle gleich aussehen (Gähn!) muss hier das Maul aufreißen.
Was bitte ist an der Feststellung "Normale Menschen hätten so etwas nicht überlebt." Boulevard?
Und dieselben Medien, die vor 4 Jahren wochenlang mit Steiners tragischen Geschichte Auflage gemacht haben, erhebn jetzt den moralischen Zeigefinger.
Ich denke, das passende Wort ist "Heuchelei".
09:28
Bravo fuer diesen Artikel. Darauf habe ich doch gewartet. Ein weiterer Schritt in Richtung Qualitaetsjournalismus. Patricia Riekel, Matthias Doepfner und Kai Diekmann sitzen schon mit angstgeweiteten Augen in ihren Sesseln, da eine neue ernsthafte Konkurrenz am Horizont auftaucht. Ich moechte mehr solcher Geschichten haben, denn dann kann man immer mehr etablierten Zeitungen und Onlineportalen endgueltig den Ruecken kehren und sich ruhigen Gewissens nur noch privaten und/oder gemeinschaftlichen Nachrichtenblogs widmen.
Ein bisschen Gonzo-Jounalismus wuerde diesem Blatt nicht schlecht stehen. Koennt ja am Ballermann anfangen...
09:26
Ich finde die hier vollzogene Kritik gegen Herrn Birkhahn völlig überzogen und scheinheilig . Ein Kommentar wird in der Regel spalten , aber diese Kritik hier ist völlig aus dem Ruder . Hier schaukelt sich einer über den anderen hoch . Meinung : anscheinend geben immer die ersten beiden Meinungen die Richtung vor - oder ?
Gott sei Dank sehen #8 & #9 das ein wenig anders !!
Ich bilde mir meine Meinung immer noch gerne selber und brauche keine vorkommentatoren oder gar so einen schwachsinnigen Kommentar eines WAZ - Mitarbeiters. Die Unterstellungen im Kommentar sind menschlich echt fragwürdig und genauso fragwürdig halte ich es, wenn man diesen auch noch für gut befindet.
Sicherlich sollen Kommentare eine Meinung darstellen und sie spalten auch gerne mal, aber hier wurden eindeutig Grenzen überschritten. Nicht nur das Herr Steiner diesen Unfall hatte und den Wettkampf aufgeben musste, jetzt wird auch noch auf solch niveaulosen Art und Weise nachgetreten. DAS ist scheinheilig! Und überzogen!
.. völlig in Ordnung Ihre Antwort und auch sehr sachlich aufgezeigt ! Jeder soll und darf seine Meinung haben , wobei es aber ein Austausch sein sollte - Sie haben diesen Grad getroffen !
09:14
Was geht in dem Kopf dieses Komentators vor? Die Medien reißen sich doch um solche oft leidvollen Geschichten und Sie doch auch! Sonst hätten Sie uns doch mit diesem Unsinn verschont!
08:56
So ein Schwachsinn kann nur von der Blöd abgekupfert worden sein.
08:36
Dieser Artikel ist eine Frechheit und ein Skandal. Hätte Matthias Steiner Gold geholt wäre er nicht in der Presse gelandet?? Da hätte unsere Zeitung wieder groß geschrieben, dass WIR den stärksten Mann der Welt haben. So haben wir nur jemanden der sich die Hantel auf dem Kopf fallen lässt! Leute Leute
08:33
....da ist schon viel Wahres dran.... nur ist die Fam. Steiner ja nicht alleine mit dem Drang zum Boulevard...
...aber ist es doch auch nicht verboten? ...und oftmals eine willkommene (oder sogar nötige!) Einkommensquelle, da in D ja nur die Fußballer die Kohle in den A.... gebalsen bekommen.....
08:32
Ich finde den Kmmentar durchaus gelungen, Diese Boulevard.Anbiederung von Herrn Steiner stieß mir schon vor einigen Jahren auf.
08:28
Ja sicher, dass war alles geplant. Auch der Autounfall seiner ersten Frau, damit er in Peking das Foto hochhalten kann! Und alles nur um eine schöne Story in der "Bunten" zu kriegen! (Ironie)
Sagmal Komentator geht´s noch! Welche Hantel ist Dir auf den Kopf gefallen? Wer die Bilder im Fernseh gesehen hat, würde so einen Schwachsinn nicht schreiben!!! Kommentiere liebe Sonnenblumenpflücken in Pumsemuckelshausen!
Eigentlich ein Grund mal über mein Abo dieser Zeitung nachzudenken!