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Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia

28.07.2012 | 15:53 Uhr
Enttäuschung bei den deutschen Schwimmerinnen: Lisa Vitting, Daniela Schreiber, Britta Steffen und Silke Lippok (von links) schieden im Vorlauf aus.Foto: Daniel Kopatsch/dapd

London.  Nicht ein einziger deutscher Schwimmer hat sich zum Auftakt der Olympischen Spiele für die Finals und Halbfinals am Samstag qualifiziert. Für eine anschließende Bewertung ist es zwar noch zu früh, doch es ist Schlimmes zu befürchten. Ein Kommentar.

Das deutsche Schwimm-Team ist zum Auftakt der Olympischen Spiele in London böse untergegangen. Seit Tagen sind die 17.500 Karten für den mit Spannung erwarteten Final-Abend vergriffen. Die Journalisten mussten sich im Schwimmen als einzige Sportart um Karten bewerben. So riesig ist die Nachfrage. Aber die erste große Final-Party im gigantischen Aquatic Centre fand ohne deutsche Beteiligung statt.

London 2012
Vorlauf-Pleite bei Olympia für Biedermann und Steffen

Weltrekordler Paul Biedermann und Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen sind zum Auftakt der olympischen Beckenwettbewerbe überraschend nach den ersten Vorläufen ausgeschieden. Biedermann scheiterte über 400 m Freistil, Steffen mit der 4x100 Meter Freistilstaffel.

Nicht ein einziger deutscher Schwimmer hatte sich für die Finals und Halbfinals am Samstag qualifiziert. Ein Armutszeugnis für den Deutschen Schwimm-Verband. Auch wenn es für eine anschließende Bewertung noch zu früh ist, es ist Schlimmes zu befürchten.

„Es kann nur besser werden“, sagte Britta Steffen, nachdem auch sie mit der deutschen Freistil-Staffel schon im Vorlauf ausgeschieden war. Ihr Freund Paul Biedermann schwamm noch weiter hinter der Spitze hinterher. Der Weltrekordler und Doppel-Weltmeister wurde über 400 Meter Freistil nur Zwölfter. Bei der Frauen-Staffel scheinen die Fehler nicht nur bei den Schwimmerinnen zu suchen sein.

Norbert Warnatzsch hatte als verantwortlicher Trainer die Devise ausgegeben, sich ein paar Reserven für das Finale aufzuheben. Ein schlechter Rat, eine Vorgabe, die klar macht, dass die Verantwortlichen zumindest bis jetzt die Leistungsfähigkeit ihrer Sportler nicht einzuschätzen wissen. Es kann nur besser werden, Britta Steffen hat Recht.

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Thomas Lelgemann


Kommentare
29.07.2012
12:50
Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia
von stabi53 | #20

...und heute geht es fast nahtlos so weiter mit unseren Plantschbecken-"Schwimmern". Packt sie alle in einen Sack und schickt sie nach Hause, und zwar noch heute! Die kosten genau so unnötiges Steuergeld wie dieses Politikerp...in Berlin. So was nennt man rausgeworfenes Geld. Und wenn ich dann noch im Interview höre "ich habe mein Bestes gegeben", dann könnte ich k...Die Frage ist nur, warum ich mit meinen 59 Jahren nicht dabei bin. Ich wäre zwar noch langsamer geschwommen, aber der Erfolg wäre der selbe: ich wäre auch im Vorlauf ausgeschieden!

29.07.2012
08:59
Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia
von Ruhrpottrules | #19

Das ist mal wieder eine absolute Unverschämtheit von den Versagern,machen uns in der Welt Lächerlich und lachen noch dabei.Arbeitsverweigerung nennt man sowas,sofort entlassen!

28.07.2012
22:22
Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia
von lightmyfire | #18

Die Erwartungen wurden hochgeschraubt, sodass das Fell des Bären schon verteilt wurde bevor er erlegt ist. Wer Vorläufe als das Warmschwimmen für das Weiterkommen versteht kann nur noch lange Gesichter machen.














28.07.2012
20:40
Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia
von 1955 | #17

Das werden nicht die einzigen Olympia-Touristen bleiben!
Auch Funktionäre und Sport-Journalisten werden dazu gehören, es geht schon los!!!

28.07.2012
20:31
Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia
von DrDr | #16

Na ja, man kennt ja wohl die Zeiten der eigenen Schwimmer und kann so eigentlich vorher einschätzen, wo man international steht. Entweder waren die Zeiten schon vorher schlecht, dann fragt man sich, warum man im Vorfeld nicht den Ball flach gehalten hat, sonder weiterhin in der Öffentlichkeit Medaillienhoffnungen verbreitet hat. Oder die Zeiten waren gut, nur dann stellt sich die Frage, warum die Leistungen nicht annähernd abgerufen wurden. Schon in den Vorläufen zu scheitern ist ja ein ganz schöner Kracher, wenn man immer von Medaillenchancen palavert hat.

28.07.2012
20:12
Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia
von meuer4 | #15

Schon Opa sagte vor 30 Jahren:

"Die haben verloren...., wir haben gewonnen"

Bei Olympia dabei zu sein ist schon eine enorme Leistung!!!!

Falsches Anspruchsdenken????

28.07.2012
20:01
Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia
von jabba | #14

Seit wann heisst das eigentlich "Finals"?

1 Antwort
Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia
von MalNachgedacht | #14-1

Voller Überraschung habe ich dann in unser aller Lieblings- Lexikon folgendes gelesen:

"Die Pluralform Finals kommt nur im sportlichen Kontext (Bedeutung [3]) zur Anwendung und ist hauptsächlich in Deutschland gebräuchlich[1], während sich der Plural Finali vor allem im österreichischen Deutsch als Alternative zu Finale in Bedeutung [2] etabliert hat.[2]"

28.07.2012
19:47
Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia
von Kuerbiskern | #13

Schlecht trainierte, arrogante, mit Geld aus Werbeverträgen gesättigte arrogante Versager, unter Hybris leidend, nicht mit dem Biss nach vorn ausgestattet und von Vollpfosten im Verband vertreten.
Was ist da denn zu erwarten?
Kein Grund zu jammern, das war vorher schon klar ...

28.07.2012
19:37
Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia
von MKVertreter | #12

Meine Güte - warum müssen die Medienvertreter immer so übertreiben ? "Armutszeugnis" - nur weil unsere Schwimmer ausgeschieden sind. Heißt die Devise nicht "Dabeisein ist alles" ? Und wenn dann jemand von "uns" eine Medaille gewinnt, greift man zu übertrieben positiven Superlativen. Man kommt sich vor, als wenn die gesamte Journaille bei der BILD gelernt hätte... ;-)

28.07.2012
19:13
Armutszeugnis für Deutschen Schwimm-Verband bei Olympia
von heikom30 | #11

Also ehrlich wer hat gedacht das wirklich die Deutschen Schwimmer/rin bei diesen Olympischen Spiele besser sind als vor 4 Jahren in Peking.
Da sind sie genau so abgesoffen wie sie auch jetzt absaufen. Alle die vor 4 Jahren beim DSV etwas zu sagen haben sind immer noch dabei und machen seit 4 Jahren das gleiche und zwar nix. Die Trainer haben keine Ahnung und mann sieht es, die Schwimmer/rinnen sind nie richtig Fit bei Saison Höhepunkten, ob jetzt bei Olympia, EM oder WM. Aber auch die Sportler haben keinen richtigen Biss, wenn sie sich sagen lassen, laßt es ruhig angehen, ihr kommt auch so weiter, das haben wir ja Heute gesehen wie das ging und zwar gewalltig in die Hose. Ich würde versuchen immer der erste zu sein, aber das ist lachhaft. Da freu ich mich lieber auf Rudern oder auf die Leichtathleten da weiß mann was mann hat.Beim Rudern weiß mann das sie alles geben müssen egal wie gut sie sind und bei den Leichtathleten weiß mann das wir Deutsche seit jahren fast keine Chanche haben.

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