Nur ein einziges Mal im Leben

Berlin..  Die historische Chance elektrisiert ALBA Berlin. Alleine das Wort Euroleague lässt die Augen der Basketball-Profis vor dem entscheidenden Zwischenrundenspiel gegen Maccabi Tel Aviv am Donnerstag (20 Uhr) leuchten. „Diese Möglichkeit werden wir wahrscheinlich nur einmal in unserem Leben haben“, schwärmt Kapitän Alex King.

Mit einem Sieg über den Titelverteidiger würde der Hauptstadtklub als erstes deutsches Team ins Viertelfinale der 2000 gegründeten Euroleague einziehen. Nur vier Mannschaften standen in der 57-jährigen Europapokal-Geschichte überhaupt unter den besten acht Teams der Königsklasse, unter ihnen 1998 auch ALBA. Obwohl Coach Sasa Obradovic die Normalität in der Vorbereitung betont, machen die Worte der Verantwortlichen die Dimension des Showdowns klar. Für den Serben wäre es „ein historischer Moment“, Geschäftsführer Marco Baldi hofft auf den „größten internationalen Erfolg eines deutschen Klubs seit dem Korac-Cup-Sieg vor 20 Jahren“.

Aufgrund der größeren Erfahrung und des kostspieligeren Kaders geht Maccabi als Favorit auf den dritten Sieg ins vierte Saison-Duell mit den Berlinern. Für den achtmaligen Meister aus der Hauptstadt steht in der wichtigsten Woche der bisherigen Saison viel auf dem Spiel. Nur 43 Stunden nach Ende der Euroleague-Partie will der Cup-Verteidiger gegen Bamberg das Endspiel im nationalen Pokal am Sonntag in Oldenburg erreichen.

Ob das Duell mit dem fränkischen Duell-Rivalen den Fokus auf Tel Aviv beeinträchtigt? „Wir denken nicht an Bamberg, das ist nicht wichtig“, erklärt Obradovic knapp. Doch in den Köpfen der Spieler spukt der angestrebte dritte Pokal-Erfolg nacheinander doch herum. Es sei „eine große Angst“, innerhalb kürzester Zeit beide Chancen zu verspielen, gesteht Nationalspieler King. „Wenn wir gewinnen sollten, sind alle in einem Hoch“, prophezeit er mit Blick auf das folgende Cup-Duell. „Jetzt ist alles schön und gut, aber was passiert, wenn in wenigen Tagen alles verpufft? Dann sind wir wieder ganz unten.“