Norbert Meier - mit Fortuna im Bunde
29.11.2011 | 19:34 Uhr 2011-11-29T19:34:00+0100
In Mönchengladbach wird der Höhenflug der Borussia vor allem an Trainer Lucien Favre festgemacht, Norbert Meiers Anteil am nicht minder sensationellen Aufschwung der Düsseldorfer Fortuna in der zweiten Liga findet dagegen in den Medien weniger Beachtung. Das ist ungerecht, liegt aber auch ein wenig an Meier selbst. Ein Kommentar
Wenn in diesen Wochen in Fußball-Kreisen von einem sensationellen Höhenflug geschwärmt wird, ist in der Regel von Borussia Mönchengladbach die Rede. Dabei ist die Entwicklung, die Fortuna Düsseldorf gerade in der zweiten Liga nimmt, kaum weniger spektakulär. Anders als im Fall Mönchengladbach, wo der Erfolg – trotz des Wahnsinnslaufs von Marco Reus – in erster Linie an Trainer Lucien Favre festgemacht wird, fällt der Anteil des Trainers am Düsseldorfer Aufschwung in den Medien vergleichsweise bescheiden aus.
Das liegt natürlich auch an Norbert Meier selbst. Der 53-Jährige kommt eher verkrampft denn entspannt rüber und scheint fast mit dem Bild eines Menschen, der zum Lachen in den Keller geht, zu kokettieren. Definitiv echt ist sein Misstrauen gegenüber Journalisten. So berechtigt dies auch sein mag – für ein positives Image ist es zwangsläufig kontraproduktiv. Es spricht gleichwohl für den Trainer, sich für eine bessere Presse nicht verbiegen lassen zu wollen. Um dies zu verstehen, ist es hilfreich zu wissen, dass Meier in Bremen unter Otto Rehhagel „sozialisiert“ wurde.

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