Noch mehr Geld für Europas Top-Vereine

Stockholm..  Viel mehr Geld und noch mehr Einfluss: Europas Spitzenklubs können sich auf satte Zugewinne im Milliardenspektakel der Champions League und Europa League freuen.

Außerdem sitzen sie – vertreten durch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge – künftig mit an den Schalthebeln der kontinentalen Fußball-Macht. Gut 400 Millionen Euro mehr aus den Europapokal-Wettbewerben pro Jahr und zwei ständige Vertreter in der Uefa-Exekutive sind die Kernpunkte der am Dienstag offiziell präsentierten neuen Kooperationsvereinbarung zwischen der European Club Association ECA und der Uefa.

„Für die ECA, die eine noch sehr junge Organisation ist, ist das Ergebnis ein außerordentlicher Erfolg“, sagte Rummenigge nach der Generalversammlung der 214 in der ECA organisierten Vereine in Stockholm.

Über 1,6 statt 1,2 Milliarden

Grund zur Freude gab es reichlich. Denn: Die Geldmaschine Europapokal wird finanziell noch attraktiver. Die Uefa schüttet in der Champions League und Europa League von der kommenden Saison an für drei Spielzeiten bis 2018 je 1,638 Milliarden Euro aus. 1,257 Milliarden Euro gehen an die Teams in der Königsklasse – eine Steigerung um gut 25 Prozent.

In der Champions League erhält der Sieger von 2016 an allein für seinen Finaltriumph 15 statt bisher 10,5 Millionen Euro. Ökonomisch noch reizvoller ist allein die Teilnahme. Das Startgeld wird von 8,6 Millionen auf 12 Millionen Euro erhöht. In der Europa League wird das Startgeld sogar von 1,3 auf 2,4 Millionen Euro fast verdoppelt. Der Sieger bekommt im kleinen Europacup 6,5 statt 5 Millionen Euro.

Mindestens verdoppelt im Vergleich zum Turnier 2012 werden die Abstellgebühren für Spieler bei der EM 2020. 200 Millionen Euro oder acht Prozent der Gesamteinnahmen sind seitens der Uefa garantiert. Zudem bekommt Rummenigge mehr Macht in Europas Fußball. Er soll eines von zwei Mitgliedern der Klub-Vereinigung im Exekutivkomitee der Uefa werden – und damit nach DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zweites deutsches Mitglied im 18-köpfigen Uefa-Exekutivkomitee.