Nicht zu erklären

Für gewöhnlich waren das ja immer feierliche Abende, wenn im Dortmunder Stadion unter der Woche das Flutlicht angeknipst wurde. Aber in der Champions League hat der BVB erstmal ausgespielt und ob es für die zweitklassige Europa League reicht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. In der Liga.

Oder eben im Pokal.

Heute Abend geht das Licht an.

Aber in die Vorfreude der schwarz-gelben Anhängerschaft mischen sich Sorgen. Sie fragen sich, wie es weitergeht mit der Borussia, die ihnen doch eigentlich so viel Spaß gemacht hat. Schon der heutige Abend könnte weitere Erkenntnisse liefern.

Es ist sicher nicht alles verkehrt bei Borussia Dortmund, schon gar nicht nach einer knappen und vielleicht sogar etwas unglücklichen Niederlage gegen das ligaweit dominierende Bayern München. Doch deutlich erkennbar ist selbst in der Rückrunde, in der sich die Borussia stabilisierte, die spielerische Armut, die häufig, aber rätselhafter Weise auch nicht immer zu Tage tritt.

Aber vor allem gibt zu denken, dass dieser Ansammlung von großartigen und großartig bezahlten Fußballern ein wenig die bedingungslose Begeisterung der Anfangsjahre zu fehlen scheint. Der unbedingte Glaube und der unbedingte Wille, jahrelange Begleiter eines jeden Dortmunder Fußballspiels unter Jürgen Klopp, sind an manchen Tagen bei den Spielern kaum wahrzunehmen. Von dem Feuer, das einst europaweit sichtbar loderte, ist mitunter nicht viel mehr übrig als die reine Glut.

Dafür ist womöglich niemandem die Schuld zu geben. Vielleicht ist es einfach passiert. Vielleicht ist es auch nur der Versuch einer Erklärung für etwas, das sich kaum erklären lässt.