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New Orleans NFL-Favorit der Herzen

09.09.2010 | 18:41 Uhr
New Orleans NFL-Favorit der Herzen
Saints-Quaterback Drew Brees mit Frau, Kind und Pokal.

New York.Die US Football Liga NFL ist nicht umsonst das erfolgreichste Unternehmen im nordamerikanischen Sport. Die Ligaoberen sind unschlagbar, wenn es um die Vermarktung geht. Die ausgeklügelte Mischung aus geschickter Spielplangestaltung und ausgeglichenem Wettbewerb bringt einen Jahresumsatz von acht Milliarden Dollar, das jährliche Endspiel, die Superbowl, ist das populärste TV-Ereignis der Welt.

Ihr außergewöhnliches Verkaufstalent hat die NFL auch mit der Saisoneröffnung in diesem Jahr wieder bewiesen. Die Liga startet am Donnerstagabend mit einem Knaller. Die amtierenden Champions, die New Orleans Saints, empfangen zu Hause im Superdome die Minnesota Vikings.

Keine Partie zum Warmspielen

Minnesota Vikings quarterback Brett Favre.

Es wird ganz gewiss keine Partie, bei der die Mannschaften sich für den Rest des Jahres langsam warm spielen. Vielmehr dürfen sich die Fans auf einen erbarmungslosen Kampf um den Sieg freuen.

Das letzte Mal standen sich die Saints und die Vikings im Januar gegenüber, im Halbfinale um die Superbowl. New Orleans siegte in der Verlängerung nach einem schonungslosen Match, das den Vikings- Quarterback Brett Favre mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz humpeln ließ.

Die Saints gewannen im Anschluss auch gegen Indianapolis die Superbowl, doch in Minneapolis ist man bis heute der Meinung, dass man eigentlich die bessere Mannschaft hat und damals nur verlor, weil die Defensive der Saints die Grenzen der Fairness deutlich überschritt.

Video
American Football führt in Deutschland ein Schattendasein. Dabei ist die Sportart sehr faszinierend.

Diesmal, gelobten die Vikings deshalb, werde man ebenfalls jegliche Zurückhaltung fahren lassen. So muss der Sensationsmeister des vergangenen Jahres gleich im ersten Spiel unter Beweis stellen, dass er das Zeug dazu hat, den Triumph zu wiederholen. Skeptiker meinen, New Orleans habe in diesem Jahr keine Chance. Nicht, dass der Star der Mannschaft, Drew Brees, schlechter geworden wäre oder die knochenharte Abwehr durchlässiger. Die Befürchtung ist eher, dass nach dem Titelgewinn die Ablenkungen für die Saints zu groß waren, um sich ordentlich vorzubereiten.

Superbowl ein echter Wendepunkt

Für die gebeutelte Stadt am Mississippi war der Gewinn der Superbowl so viel mehr als nur eine Sportmeisterschaft. Nach vier Jahren des schleppenden Wiederaufbaus nach Hurricane Katrina war die Superbowl ein echter Wendepunkt. Der Titel gab den Menschen das Gefühl, dass die Stadt es schaffen kann.

Entsprechend groß waren danach die Ablenkungen für die Saints. Die Straßenfeste im French Quarter rissen nicht ab, die Die Profis wurden wochenlang von Fernsehstudio zu Fernsehstudio, von Feier zu Feier gereicht. Gleich zwei Dokumentarfilme wurden gedreht, und Trainer Sean Payton schrieb nebenbei noch ein Buch. Ein wenig zu viel des Schwelgens im Siegesglanz und etwas zu wenig Konzentration auf die nächsten Aufgaben, meinen Beobachter.

Sexy Football

Das kann nun den entscheidenden Unterschied ausmachen. Die Konkurrenz ist in der NFL traditionell hart: Neben Minnesota sind vor allem die Dallas Cowboys an den Fersen der Saints. Das Team um Quarterback Tony Romo wird alles daran setzen, in das Finale im eigenen Stadion am 6. Februar 2011 vorzudringen.

Aber auch die New York Jets haben lautstark Titelambitionen angemeldet. Favorit der Herzen sind allerdings wieder die New Orleans Saints – vor allem, nachdem die Stadt durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erneut einen herben Rückschlag erlitten hat.

Sebastian Moll

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Kommentare
10.09.2010
09:20
New Orleans NFL-Favorit der Herzen
von neheimer | #2

So schlau sind die in der NFL auch nicht. Da sie sich mit der Spielergewerkschaft nicht über Gehaltsobergrenzen einigen können, fällt die Saison 2011 vermutlich ganz aus.

10.09.2010
08:24
New Orleans NFL-Favorit der Herzen
von nie88 | #1

Die Bosse der Bundesliga haben sich die NFL doch zum Vorbild genommen...darum dauert ein Spieltag doch 4 Tage!
Nur mit den Bezahlfernsehen ..das klappt nicht so recht...so dumm ist der Fußballfan nun doch nicht...und das ist auch gut so!

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