Namhaft

So richtig hat man es ja erst geschafft, wenn öffentliche Plätze, Straßen oder gleich ganze Stadien nach einem benannt sind.

Wir kommen darauf, weil uns gestern in der Redaktion die Nachricht ereilt, dass ein Stadion nach Ilkay Gündogan benannt wird. Die Arena findet sich aber nicht auf schwarz-gelbem Stadtgebiet, um etwa den wankelmütigen Nationalspieler doch noch zu überzeugen, seinen Vertrag beim BVB zu verlängern. Ebenso steht sie nicht auf königsblauem Territorium in Gelsenkirchen, wo Gündogan geboren wurde und aufwuchs. Nein, sie befindet sich in der Heimat seiner Eltern, in die der Fußball-Feingeist intensive Kontakte pflegt. Der türkische Amateurklub Dursunbey Belediyespor benennt seine Arena nach dem bekannten Profi.

Nach dessen Nationalmannschaftskollegen Lukas Podolski ist ein ganzer Sportpark in Köln-Bergheim benannt. Zudem fällt uns so spontan die nach Clemens Tönnies benannte Arena des Metzger-Millionärs in Rheda-Wiedenbrück ein.

Die wird nur noch übertroffen von der Stoppelkamp-Allee in Paderborn. Dabei handelt es sich um einen Weg vor dem Stadion, der exakt 82,3 Meter lang ist. Aus dieser Rekord-Distanz traf Moritz Stoppelkamp in dieser Saison gegen Hannover. Der Mann, den sie einst als Stolperkamp verlachten. Ehre, wem Ehre gebührt.