Nachdenken über die Zukunft

Das zweite Gegentor wird natürlich in Erinnerung bleiben, weil dem eleganten Lupfer von Hoffenheims Roberto Firmino eine lustig-ungelenke Slapstickeinlage von Dortmunds Neven Subotic vorgeschaltet war. Das erste Gegentor sollte deshalb aber nicht ganz außer Acht gelassen werden. Ecke. Die Spieler der Borussia halten so viel Abstand zum lauernden Kevin Volland, dass der auf seinem Stück Wiese Liegestühle aufstellen könnte, für sich und für die ganze Familie: 1:1.

Variante eins, Slapstick, und Variante zwei, einfach nicht verteidigen: Beide Varianten haben die Borussen in dieser Saison in Serie vorgeführt. Und obwohl sie am Dienstagabend in der Cup-Auseinandersetzung auch Leidenschaft und reichlich Hurra zeigten, ergibt das nach dem X:X als übergeordnetes Resultat: in der Bundesliga weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück, in der Champions League gescheitert, im Pokal den letzten Strohhalm aus der Hand gegeben. Wenn die Spielplanmacher Erbarmen hätten, würden sie jetzt Urlaub ausrufen.

Haben sie aber nicht. Deshalb muss im Saisonendspurt nachgedacht werden. Sollte Trainer Jürgen Klopp bleiben? Will er es? Und wie groß steigt der BVB ins Spielerein- und -verkaufsgeschäft ein? Nur groß? Oder irre groß?