Nach der Pause drehen die Bayern voll auf
26.09.2007 | 20:19 Uhr 2007-09-26T20:19:12+0200MÜNCHEN - COTTBUS 5:0. Klose glänzt mit drei Toren. Der 17-jährige Kroos gibt nach seiner Einwechslung zwei Vorlagen.
MÜNCHEN. Nach Anlaufschwierigkeiten hat Bayern München einen standesgemäßen Sieg gefeiert. Mit 5:0 (0:0) besiegte der deutsche Rekordmeister in der Fußball-Bundesliga Schlusslicht Energie Cottbus und bleibt damit weiter auf Platz eins der Tabelle. Die Treffer für die deutlich überlegenen, aber erst in der zweiten Halbzeit auch überzeugenden Münchner erzielten Miroslav Klose (59. /75./89.), Martin Demichelis (63.) und Luca Toni (69.).
Gut führte sich Super-Talent Toni Kroos ein: Der 17-Jährige, jüngst zum besten Spieler der U20-WM gekürt, leistete nach seiner Einwechslung die Vorlagen zum zweiten und dritten Treffer von Klose. Als Klose nach fast einer Stunde Spielzeit nach einem echten Patzer des Cottbuser Torhüters Tomislav Piplica zunächst seinen sechsten Saisontreffer erzielte, war die Führung längst überfällig. Bereits drei Minuten zuvor war Jubel durch die Münchner WM-Arena gebrandet, als Franck Ribery einen Freistoß ins Tor der Gäste gezirkelt hatte. Schiedsrichter Michael Weiner verweigerte dem Treffer allerdings die Anerkennung, weil der Franzose den indirekten Freistoß direkt verwandelt hatte.
Die kurz darauf folgenden Treffer von Demichelis und Toni sowie erneut Klose spiegelten die Kräfteverhältnisse aber korrekt wieder. Die Gastgeber hatten bei nasskaltem Wetter erwartungsgemäß mehr Spielanteile und nahmen das Tor von Piplica aus allen Lagen unter Beschuss.
Doch wirklich zwingend waren die zahlreichen Chancen zunächst nicht - davon ausgenommen die Situation, in der Mark van Bommel freistehend an Piplica scheiterte (37.). Glück hatte Energie, dass Schiedsrichter Weiner nach einem Foul von Stanislaw Angelow an Christian Lell (8.) nicht auf Elfmeter entschied. Zur Halbzeit machte sich deshalb schon leichter Unmut im Publikum breit.
"Wir werden uns nicht verstecken", hatte Heiko Weber, vorerst Interimstrainer bei Cottbus, vor dem Spiel beteuert. Tatsächlich betrachteten die Cottbuser die Spielhälfte der Münchner zunächst nicht als Tabuzone und wagten sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach vorne. Richtig gefährlich wurde es aber für Torhüter Oliver Kahn nicht, lediglich in der 15. Minute musste der Torhüter einen Schuss von Ervin Skela parieren. Und in der zweiten Halbzeit musste Kahn einmal gegen Timo Rost eingreifen (50. ).

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