Mutloser Hamburger SV rettet späten Punkt

Hamburg..  Ein völlig verängstigter Hamburger SV hat im Abstiegs-Thriller gegen den SC Freiburg gerade noch einen Punkt gerettet. Statt des erhofften Befreiungsschlages im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga reichte es für die Hanseaten am Freitag gegen den direkten Konkurrenten dank des späten Ausgleichs von Gojko Kacar in der 90. Minute noch zu einem 1:1 (0:1). Admir Mehmedi hatte die Gäste in der 25. Minute vor 57 000 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger Arena verdient in Führung gebracht. Der lange ausgemusterte Kacar hatte schon in der Vorwoche den Siegtreffer in Mainz erzielt und erlöste den HSV nach einem mutlosen und wenig inspirierten Auftritt auch diesmal.

Mit 32 Punkten rangiert der HSV weiter knapp vor den Breisgauern (31) auf dem 14. Platz, muss aber weiter um den Klassenverbleib bangen. Schon am nächsten Spieltag, wenn es in der vorletzten Runde zum Schlusslicht VfB Stuttgart geht, ist das Team von Trainer Bruno Labbadia wieder gegen einen Kontrahenten aus dem Keller gefordert. Die Breisgauer gehen auch mit hohem Druck in das anstehende Duell gegen Meister FC Bayern München.

Ironie des Spiels: Im Gegenzug der besten HSV-Möglichkeit ging Freiburg in Führung. Bürkis Abstoß wurde per Kopf verlängert, Mehmedi düpierte Johan Djourou und schoss an Adler vorbei zu seinem dritten Saisontreffer ins Tor. Das war die Belohnung für mehr Mut, mehr Homogenität und mehr Frische - Attribute, die im Nerven aufreibenden Abstiegskampf ungewöhnlich sind.