MSV blamiert sich in Oberhausen

Oberhausen..  Rot-Weiß Oberhausen freut sich auf das Niederrheinpokal-Finale am 14. Mai gegen Rot-Weiss Essen. Der Fußball-Regionalligist aus Oberhausen schlug im Halbfinale den klassenhöheren MSV Duisburg mit 2:0 (2:0). Verdient, denn der Drittligist erweckte erst im zweiten Durchgang den Eindruck, dieses Spiel gewinnen zu wollen.

MSV-Trainer Gino Lettieri legt den Fokus auf die Meisterschaft und ließ im Stadion Niederrhein eine B-Elf mit gerade mal drei Spielern aus dem Stamm starten. „Es war nicht unsere beste Leistung“, meinte er nach der Pleite, „viele Spieler sind der Meinung, dass sie in die erste Elf gehören. Nach dieser Leistung sollten sie sich hinterfragen.“ Das sah man auf dem Platz, RWO nahm von Beginn an das Heft in die Hand und hatte gegen die nicht eingespielten Zebras viele Räume. Bereits nach elf Minuten drückte Alex Scheelen eine Ecke von Benjamin Weigelt nach Kopfballverlängerung von David Jansen unbedrängt zum 1:0 ein.

MSV-Schlussoffensive kam zu spät

Das beflügelte die Elf von Trainer Andreas Zimmermann weiter, sie erspielte sich ein klares Chancenübergewicht. Duisburgs einzige Chance im ersten Durchgang resultierte aus einem Alleingang von Dennis Grote und anschließendem Schuss an die Latte, den Abpraller setzte Kevin Scheidhauer weit übers Tor. Dann vergab Patrick Schikowski aus kurzer Distanz freistehend vor Marcel Lenz, doch wenige Minuten später fiel die Vorentscheidung. Robert Fleßers drückte eine lange Flanke von Jansen überlegt mit links ein (41.).

Zum zweiten Durchgang verstärkte Duisburg den Druck, doch letzten Endes sprang nur ein gefährlicher Schuss von Michael Gardawski heraus, den Felix Herzenbruch für RWO von der Linie kratzte. Trotz eines Dreierwechsels zum ersten Sturm mit Nico Klotz, King Onuegbu und Zlatko Janjic brachten die Zebras den Kasten von Philipp Kühn kaum einmal in Gefahr.