Warum Mercedes froh sein kann

Noch ein vertrautes Bild in der Formel 1: Mercedes-Pilot Nico Rosberg im Silberpfeil auf der Rennstrecke.
Noch ein vertrautes Bild in der Formel 1: Mercedes-Pilot Nico Rosberg im Silberpfeil auf der Rennstrecke.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Nach der Bestechungs-Anklage von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone spricht der Daimler-Konzern von einer Ausstiegsklausel im Formel-1-Vertrag. Ein Kommentar.

Essen.. Bernie Ecclestone hat mit der Formel 1 ein Vermögen von geschätzten vier Milliarden US-Dollar auf sein Konto geschaufelt. Der Knall um sein Gerichtsverfahren lenkt den Blick nun auf die Finanzen der Königsklasse des Motorsports, und beim genauen Hinsehen merkt man: Die Goldgräberzeit ist vorbei.

Das Rennen kürzlich auf dem Nürburgring? Nicht ausverkauft. Die Rennstrecke selbst: Vor dem finanziellen K.o.. Der Sauber-Rennstall? Gerade erst durch russische Investoren gerettet. Porsche dachte einmal an ein eigenes Formel-1-Team, verwarf den Gedanken aber rasch bei der Kalkulation der Kosten.

Werbewirksamkeit der Formel 1 leidet

Nach dem Ausstieg der Werksteams von BMW, Renault, Toyota und Honda im Lauf der Jahre sind in der Formel 1 nur noch zwei Werkteams am Start: Ferrari und Mercedes. Ein teures Vergnügen. Zudem leidet die Werbewirksamkeit der Formel 1 unter Rennen, die in totalitären Staaten wie beispielsweise Bahrain oder China durchgezogen werden. Nun droht Ecclestone, dem Chef des Ganzen, sogar eine Gefängnisstrafe wegen Bestechung.

Noch ist es ein weiter Weg für Mercedes, die Formel 1 zu verlassen. Aber es kann sein, dass der Konzern mit der Ausstiegsklausel gar nicht so unzufrieden ist.