Das aktuelle Wetter NRW 3°C
Formel 1

Vettel verpasst Pole Position beim Großen Preis von Budapest

28.07.2012 | 13:44 Uhr
Vettel verpasst Pole Position beim Großen Preis von Budapest
Startet am Sonntag von Platz drei: Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel.Foto: Mark Thompson/Getty Images

Budapest.  Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel fuhr am Samstag im Qualifying in Budapest in seinem Red Bull auf Startplatz drei. Schneller waren auf dem Hungaroring nur Lewis Hamilton aus Großbritannien im McLaren und überraschend auch der Franzose Romain Grosjean im Lotus.

Als das Qualifying noch lief, stieg Sebastian Vettel bereits aus seinem Red Bull. Dem Formel-1-Weltmeister reichte in Budapest am Ende eine schnelle Runde, um am Sonntag vom dritten Startplatz aus in das Rennen zu gehen. Wirklich glücklich sah der 25-Jährige allerdings nicht aus. „Wir haben uns mit dem Auto das ganze Wochenende über schon schwer getan. Ich bin nicht wirklich zufrieden mit der Runde. Es wäre mehr drin gewesen“, sagte Vettel. Die Pole Position beim Großen Preis von Ungarn nimmt der Brite Lewis Hamilton im McLaren ein.

Der Franzose Romain Grosjean im Lotus hatte dem Titelverteidiger in praktisch letzter Sekunde noch Platz zwei weggeschnappt. „Die Zeit von Romain wäre drin gewesen“, sagte Vettel, der vom Auf und Ab seines Red Bull an diesem Wochenende leicht genervt wirkte. Der Automobil-Weltverband FIA hatte Red Bull nach langen Diskussionen (mal wieder) dazu verdonnert, den Motor umzubauen. „Ich glaube nicht, dass uns das gestört hat“, sagte Vettel.

Schumacher klagt über Balanceprobleme

Das Problem bei seinem Auto war anscheinend ein anderes. „Das Auto ist schnell, aber wir finden die Balance noch nicht. Lewis war heute außer Reichweite“, sagte Vettel. Aber immerhin starte man nun von der sauberen Seite. Außerdem hat Vettel den WM-Führenden Fernando Alonso hinter sich: Der Spanier startet im Ferrari nur von Platz sechs. Ein gutes Qualifying legte Nico Hülkenberg hin, der im Force India Zehnter wurde, einen Platz vor Vettels Teamkollegen und WM-Zweiten Mark Webber. Zufrieden war Hülkenberg aber ganz und gar nicht. „Es wäre mehr drin gewesen. Ich bin heute etwas zu gierig geworden, wollte zu viel.“

Restlos bedient war Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister schaute sich in der Mercedes-Box die Daten-Monitore ganz genau an. Der 43-Jährige war im zweiten Qualifying-Abschnitt über 1,6 Sekunden langsamer als Lewis Hamilton und geht als 17. ins Rennen. Bislang hatte Schumacher immer von 0,5 Sekunden Rückstand auf die Spitze gesprochen. „Platz zwölf oder 13 war das Potenzial des Autos", sagte Schumacher: "Daher wäre sehr viel mehr eh nicht drin gewesen.“

Schumacher mit Pech

Ein wenig Pech war auch dabei, als Williams-Pilot Pastor Maldonado kurz von der Strecke kam und Dreck aufwirbelte. Schumacher nahm es mit Galgenhumor: „In der letzten Runde bin ich unglücklicherweise hinter Maldonado gefahren, der in meiner schnellsten Runde eine neue Streckenvariante probiert hat.“

Ratlos war auch Schumachers Teamkollege Nico Rosberg. Der 27-Jährige konnte nämlich keinen Fehler finden. „Das Qualifying verlief ziemlich optimal - das ist das größte Problem, dass wir nicht erklären können: Warum fehlt so viel? Das müssen wir analysieren“, sagte Rosberg, für den es immerhin zu Rang 13 reichte. Deutsches Schlusslicht war einmal mehr Timo Glock im Marussia auf Platz 22. (dapd)

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Das Qualifying in Budapest
Facebook
 
Kommentare
28.07.2012
20:56
Vettel verpasst Pole Position beim Großen Preis von Budapest
von buntspecht2 | #1

Warum gibt es an den Red Bulls immer was zu bemängeln absicht oder versuchen die wirklich zu schummeln

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6925731/create

Fotos und Videos
Vettels verrückter Sieg
Bildgalerie
Formel 1
Horror-Crash in Daytona
Bildgalerie
Nascar
Vettels wilde WM-Fahrt
Bildgalerie
Formel 1
Vettel siegt in Korea
Bildgalerie
Formel 1
Aus dem Ressort
Moto3-Pilot Alt verzichtet auf Start in Mugello
Motorsport
Moto3-Pilot Florian Alt (Nümbrecht) hat seinen Start beim Großen Preis von Italien in Mugello (2. Juni) abgesagt.
Mercedes gewinnt 24 Stunden auf dem Nürburgring
Motorsport
Mercedes hat das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewonnen. Bernd Schneider, Jeroen Bleekemolen, Sean Edwards und Nicki Thiim setzten sich mit dem Team Black Falcon durch.