Das aktuelle Wetter NRW 4°C
Formel 1

Red-Bull-Pilot Vettel überlässt nichts dem Zufall

10.10.2012 | 10:52 Uhr
Red-Bull-Pilot Vettel überlässt nichts dem Zufall
Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel überlässt auf der Zielgeraden der Saison nichts dem Zufall.Foto: dapd

Yeongam.   Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat den Kampf um seinen dritten Titel in Serie mit einem beeindruckenden Sieg in Japan eingeläutet und die WM-Führung in Korea im Blick. Der Deutsche will "von Rennen zu Rennen schauen". WM-Spitzenreiter Alonso fordert Verbesserungen an seinem Ferrari.

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel überlässt auf der Zielgeraden der Saison nichts dem Zufall. Mit Fitnesstrainer Heikki Huovinen quält sich der 25-Jährige vor dem 16. WM-Rennen in Korea im Kraftraum. Und mit der Red-Bull-Fabrik steht der Titelverteidiger täglich in Kontakt. Denn zu verbessern gibt es immer etwas. Auch wenn Vettel den Kampf um seinen dritten Titel in Serie mit einem beeindruckenden Sieg in Japan eingeläutet hat. Aber gerade die jüngsten Arbeiten am Red Bull haben Vettel in Schlagdistanz zum WM-Führenden Fernando Alonso gebracht.

"Sprecht nicht so oft darüber, sonst muss ich das noch technisch erklären. Aber davon habe ich ja eh keine Ahnung", sagte Vettel zu den viel zitierten und geheimen Upgrades. Der Weltmeister lässt sich bei vier Punkten Rückstand auf Alonso nicht in die Karten schauen und stapelt gewohnt tief. Man müsse von Rennen zu Rennen schauen, sagt Vettel. Teamchef Christian Horner erwartet für die nächsten Rennen "große Verbesserungen" bei Ferrari: "Wir können nicht kontrollieren, was andere tun."

Motivation vom Ferrari-Präsidenten

Das kann auch Alonso nicht, doch der Spanier treibt sein Team an, den Ferrari nach vorne zu bringen. Zusätzliche Motivation gab es vom Präsidenten. "Wir wissen, dass wir uns auf den stärksten Fahrer von allen verlassen können", sagte Luca di Montezemolo. Man dürfe nicht vergessen, dass Alonso ohne seine Ausfälle gut 30 Punkte mehr auf dem Konto hätte. Dabei ließ di Montezemolo unerwähnt, dass auch Vettel Ausfälle verkraften musste.

Formel 1
Vettels perfektes Rennen

Die Formel-1-Weltmeisterschaft ist wieder spannend - weil Titelverteidiger Sebastian Vettel in Suzuka gewinnt und der WM-Führende Fernando Alonso ausscheidet. Der Spanier kündigt nun "eine Mini-WM in fünf Rennen" an.

Jetzt, wo es zählt, läuft Vettels "Abbey" wieder wie ein Uhrwerk . Auch die Statistik, von der er nicht viel wissen will, spricht für Vettel. In den vergangenen drei Jahren gewann Vettel von den neun Rennen in Korea, Indien, Abu Dhabi und Brasilien immerhin fünf. 2010 schied er in Korea in Führung liegend allerdings aus. Von schlechten Omen will der zweimalige Weltmeister allerdings auch nichts wissen.

Andere Ambitionen hat Michael Schumacher. Auf seiner Abschiedstour hofft der Rekordweltmeister noch auf ein Erfolgserlebnis. Nur einmal schaffte der 43-Jährige seit seinem Comeback 2010 für Mercedes den Sprung aufs Podest. Während Schumacher sich in Suzuka von 100.000 Zuschauern verabschieden durfte, werden es in Korea weitaus weniger sein.

Schumachers Abschiedstour Teil zwei

"Korea ist eines der noch jüngeren Rennen in unserem Kalender, was man leider noch ein bisschen daran merkt, dass nicht allzu viele Zuschauer zum Rennen kommen", sagte Schumacher. Auch wenn die Strecke in Yeongam eine gute Show liefern könne. Die will der siebenmalige Champion seinen Fans noch bieten: "Von der grundsätzlichen Charakteristik sollte sie uns besser liegen als Japan, von daher fahren wir gut gestimmt nach Korea."

Teamkollege Nico Rosberg freut sich nach dem Ausfall in Japan in der ersten Runde auf die nächste Chance. "Es ist gut, dass wir zwei Rennen innerhalb einer Woche fahren, so erhalte ich bereits nach sieben Tagen die Gelegenheit, ein besseres Resultat einzufahren.“ (dapd)



Kommentare
Aus dem Ressort
Im Formel-1-Finale 2015 gibt es keine doppelten Punkte mehr
Formel 1
In der kommenden Formel-1-Saison wird es keine doppelten Punkte im Finale geben. Das hat die Kommission der Rennserie bei einer Sitzung in Genf beschlossen. Eigentlich war sie eingeführt worden, um mehr Spannung zu erzeugen, doch die Kritik der Wettbewerbsverzerrung war letztlich stärker.
Hamilton hat noch nicht genug und will Titel-Ära starten
Formel 1
Nach dem Triumph von Abu Dhabi nehmen Weltmeister Lewis Hamilton und Mercedes weitere Formel-1-Titel ins Visier. Dafür will das Team den Champion langfristig binden. Der zeigt sich derweil abergläubisch und verzichtet in der kommenden Saison auf die Weltmeister-Startnummer 1.
Der Formel-1-Zirkus steckt in der Krise
Kommentar
Lewis Hamilton ist verdient neuer Formel-1-Weltmeister. Der bis zum letzten Rennen packende Mercedes-interne Zweikampf mit Nico Rosberg ist aber auch das einzig Positive am Ende eines desaströsen Jahres für die Königsklasse des Motorsports. Ein Kommentar.
Hamilton nach Sieg in Abu Dhabi Formel-1-Weltmeister 2014
Formel 1
Lewis Hamilton hat es geschafft. Er fährt ein souveränes Finale und krönt sich zum neuen Formel-1-Weltmeister. Für seinen Silberpfeil-Kollegen Nico Rosberg wird das Rennen zum Alptraum. Für Sebastian Vettel gibt es nur eine kleine Abschiedszeremonie.
Rosberg erobert Pole Position in Abu Dhabi vor Hamilton
Saisonfinale
Nico Rosberg hat im Titel-Zweikampf mit Lewis Hamilton die Pole Position für das Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi erobert. Der Mercedes-Pilot ließ den britischen WM-Spitzenreiter mit 0,386 Sekunden Vorsprung hinter sich. Damit darf Rosberg weiter auf den Gewinn seines ersten WM-Titels hoffen.
Umfrage
Jermaine Jones hat auf Twitter mit Horst Heldt abgerechnet. Peinliche Aktion oder berechtigte Kritik?

Jermaine Jones hat auf Twitter mit Horst Heldt abgerechnet. Peinliche Aktion oder berechtigte Kritik?

 
Fotos und Videos
Hamilton ist der neue Champion
Bildgalerie
Formel 1
Rosberg feiert "Heimsieg"
Bildgalerie
Formel 1
Mercedes siegt in China
Bildgalerie
Formel 1
Hülkenbergs neues Auto
Bildgalerie
Formel 1