Prozess gegen Adrian Sutil geht in die nächste Instanz
08.02.2012 | 14:14 Uhr 2012-02-08T14:14:14+0100
München. Formel-1-Pilot Adrian Sutil hat Rechtsmittel gegen seine Verurteilung zu 18 Monaten auf Bewährung und 200.000 Euro Geldstrafe eingelegt. "Wir sind überzeugt, dass das vorliegende Urteil nicht angemessen ist", sagte Sutils Manager Manfred Zimmermann.
Der Prozess gegen Formel-1-Pilot Adrian Sutil geht in die nächste Instanz. Der 29-Jährige hat Rechtsmittel gegen seine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung zu 18 Monaten auf Bewährung und 200.000 Euro Geldstrafe eingelegt. Das bestätigte Sutils Manager Manfred Zimmermann am Mittwoch dem Sport-Informations-Dienst (SID). "Wir sind überzeugt, dass das vorliegende Urteil nicht angemessen ist. Es gibt viele Dinge, die gegen uns gelaufen sind", sagte Zimmermann. Man versuche nun, vor dem Landgericht ein Urteil zu bekommen, "das angemessen ist".
Auch Staatsanwaltschaft München geht gegen Urteil vor
Aber auch die Staatsanwaltschaft München geht gegen das Urteil vor, was Gerichtssprecherin Ingrid Kaps bestätigte. Offenbar war das Urteil der Staatsanwaltschaft zu milde, Staatsanwältin Nicole Selzam hatte am zweiten und letzten Prozesstag am 31. Januar sogar ein Jahr und neun Monate auf Bewährung gefordert.
Sutil war verurteilt worden, weil er im April 2011 in einer Diskothek in Shanghai den luxemburgischen Geschäftsmann Eric Lux, Teilhaber des damaligen Renault- und heutigen Lotus-Teams, mit einem Glas am Hals verletzt hatte.
19:36
Da will die Staatsanwaltschaft wohl mal Härte gegen einen Prominenten zeigen.
Mit etwas Kuscheljustiz und Migrationsbonus würde die Situation als unglücklicher Unfall durchgehen.