Porsche führt in Le Mans vor Rivale Audi

Rekordsieger Porsche hat bei den 24 Stunden von Le Mans nach einer turbulenten und spannenden Anfangsphase mit mehreren Führungswechseln die Spitzenposition vor Audi behauptet.

Le Mans.. Nach knapp fünf Stunden lag der Neuseeländer Brendon Hartley im Porsche 919 Hybrid an der Spitze vor dem Titelverteidiger Benoit Treluyer (Frankreich) aus dem Trio um den Duisburger Rennfahrer André Lotterer im Audi R18 e-tron quattro. Der zweite Audi mit dem Portugiesen Filipe Albuquerque am Steuer folgte knapp dahinter auf Rang drei.

Beide Autos lassen die Ingolstädter weiter hoffen, beim Langstrecken-Klassiker den sechsten Gesamtsieg in Serie zu feiern. Auf den Plätzen vier und fünf lagen im Nordwesten Frankreichs die Porsche von Marc Lieb (Ludwigsburg) und Earl Bamber (Neuseeland), der zum Dreier-Team um den Emmericher Formel-1-Piloten Nico Hülkenberg gehört, in Lauerstellung.

Der Le-Mans-Neuling Hülkenberg konnte sich gegenüber der Qualifikation erheblich steigern und schaffte als einer von nur wenigen Fahrern auf dem 13,629 Kilometer langen Circuit de la Sarthe eine Rundenzeit von unter 200 Sekunden (3:19,719 Minuten). Eine Schrecksekunde gab es für Audi, als Lokalmatador Loic Duval (Frankreich) bei einem riskanten Überrundungsmanöver auf dem Seitenstreifen von einem Nachzügler getroffen wurde. Dabei verlor der Franzose die Kontrolle über seinen Audi und landete frontal in einer Leitplanke.

Duval konnte aber weiterfahren und den Schaden in der Audi-Box beheben lassen. Durch den Zeitverlust von 4:12 Minuten fiel der dritte Audi hinter die beiden Toyota auf Platz acht zurück.

Vor den Augen des französischen Staatspräsidenten François Hollande und mehr als 200 000 Zuschauern hatte der dritte Lauf zur Langstrecken-Weltmeisterschaft pünktlich um 15.00 Uhr begonnen. Der von Startplatz zwei ins Rennen gegangene Homburger Timo Bernhard aus dem Trio mit Hartley übernahm schon vor der ersten Schikane die Führung. Danach folgten mehrere Führungswechsel zwischen Porsche und Audi, die die Spannung im Rennen stets hoch hielten.