Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Motorsport

Nürburgring-Pleite: Beck übernimmt Verantwortung

17.08.2012 | 16:31 Uhr

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hat nach der Pleite des Nürburgsrings eigene Fehler eingeräumt und stellt sich der harschen Kritik.

München (SID) - Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hat nach der Pleite des Nürburgsrings eigene Fehler eingeräumt und stellt sich der harschen Kritik. "Ich stehe in der Gesamtverantwortung, die ich übernehme", sagte der SPD-Politiker in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Dienstag-Ausgabe). Es tue ihm "mehr als nur leid", dass seine Regierung das Großprojekt eines Freizeitparks am Ring früher nicht anders beurteilt habe. "Jetzt zeigt sich, das ist zu groß geraten", meinte Beck weiter.

Die Modernisierung der Rennstrecke und der Bau des Erlebnisparks mit Achterbahn und anderen Einrichtungen waren mit 486 Millionen Euro aus Steuermitteln gefördert worden. Das sei aber kein Prestigeprojekt gewesen, "es ging uns damals darum, die Rennstrecke aufzuwerten und mehr Besucher in die Eifel zu bringen, auch außerhalb der Rennsaison, um Arbeitsplätze zu schaffen", betonte der Regierungschef von Rheinland-Pfalz.

Einen Rücktritt, wie von der Opposition gefordert, lehnt Beck aber ab. Er habe die Bürger vor der Landtagswahl 2011 nicht über die Aussichten am Nürburgring belogen. Falls 200 Millionen Euro verloren gingen, was er nicht glaube, werde "das Land nicht handlungsunfähig".

Die EU-Kommission hatte unlängst beschlossen, der Nürburgring GmbH eine beim Land Rheinland-Pfalz beantragte Rettungshilfe von 13 Millionen Euro nicht zu genehmigen. Die Besitzergesellschaft, die sich zum größten Teil in Landesbesitz befindet, war finanziell in Schieflage geraten.

Am Rande des Grand-Prix in Budapest am vergangenen Wochenende hatte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gesagt, der Kauf des insolventen Nürburgrings sei für ihn kein Thema. Möglicherweise erwägt der Brite aber den Erwerb von Anteilen an der Traditionsstrecke. "Nein", sagte der 81-Jährige dem SID auf die Frage, ob er sich wie zuvor kolportiert mit einem Kauf des Nürburgrings beschäftigen würde, und ergänzte: "Ich glaube, er steht nicht zum Verkauf." Auf die Frage, ob er möglicherweise Anteile erwerben möchte, antwortete er: "Mal schauen."

sid

Kommentare
Funktionen
Aus dem Ressort
Sebastian Vettel will mit Ferrari nun Mercedes angreifen
Formel 1
Ferrari wartet in der Formel 1 seit Mai 2013 auf einen Sieg. Das will Sebastian Vettel ändern. Und sich hinter Mercedes auf Rang zwei vorschieben.
Formel 1 - Bis Sonntag Entscheidung um deutschen Grand Prix
Nürburgring
1960 startete die Formel 1 letztmals nicht in Deutschland. Das könnte sich jetzt wiederholen. Ecclestone will bis zum Wochenende eine Entscheidung.
Vettel greift im Ferrari WM-Titel der Formel 1 an
Formel 1
Die WM-Entscheidung in der Königsklasse des Motorsports führt ab dem Auftakt am 15. März in Melbourne nur über die Silberpfeile. Ein Ausblick.
Formel-1-Chef Ecclestone beginnt großes Pokerspiel
Kommentar
Ernsthaft will er Deutschland nicht verlassen. Der Mann, der seit 40 Jahren die Formel 1 vermarktet, will mehr Geld vom Veranstalter. Ein Kommentar.
Ecclestone will Formel-1-Rennen in Deutschland retten
Budget
Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone schränkt seine vermeintlichen Absage des Deutschland-Rennens wegen zu niedrigem finanziellen Ertrages ein.
Fotos und Videos
Präsentation des Ferrari SF15-T
Bildgalerie
Neuvorstellung
Hamilton ist der neue Champion
Bildgalerie
Formel 1
Rosberg feiert "Heimsieg"
Bildgalerie
Formel 1
Mercedes siegt in China
Bildgalerie
Formel 1
6993187
Nürburgring-Pleite: Beck übernimmt Verantwortung
Nürburgring-Pleite: Beck übernimmt Verantwortung
$description$
http://www.derwesten.de/sport/motorsport/nuerburgring-pleite-beck-uebernimmt-verantwortung-id6993187.html
2012-08-17 16:31
Motorsport