Michael Schumacher macht den Rückzieher des Jahres
11.08.2009 | 18:50 Uhr 2009-08-11T18:50:00+0200
Essen. Viele hatten bereits „eines der größten Comebacks der Sportgeschichte” angekündigt – übrig bleibt jetzt wohl lediglich die größte Absage eines Comebacks der sportlichen Historie. Michael Schumacher wird doch nicht wieder in einen Formel-1-Boliden klettern.
Das hat der siebenmalige Weltmeister aus Kerpen am späten Montagabend Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo per Telefon mitgeteilt. „Wir haben die Schmerzen in meinem Nacken nicht in den Griff bekommen”, begründete der 40-Jährige seinen Rückzieher.
Schumacher-Manager Willi Weber hatte schon vorher offenbar mehr als eine Ahnung. Die eiligst angekurbelte Produktion neuer Fan-Artikel hatte der geschäftstüchtige Schwabe bereits vor einigen Tagen wieder stoppen lassen. Groß ist die Enttäuschung unter den Fans – vor allem unter jenen, die sich eigens wegen der Schumacher-Rückkehr Eintrittskarten für die nächsten Rennen gekauft hatten.
10 000 Tickets sollen für den bevorstehenden WM-Lauf im spanischen Valencia erst dann abgesetzt worden sein, als Schumacher seinen Start dort angekündigt hatte. Sogar 25 000 zusätzliche Karten-Käufe wurden im Anschluss an die Comeback-Nachricht für das übernächste Rennen im belgischen Spa-Francorchamps registriert. Und dann die Absage! Wie viele Sonder-seiten bleiben jetzt ungedruckt? Wie viele zusätzliche Zuschauer, auf die sich „Haussender” RTL bereits gefreut hat, schalten nun doch nicht ein?
"Wir haben alles versucht"
„Es tut mir furchtbar leid”, teilte Michael Schumacher auf seiner Homepage mit, „wir haben alles versucht, was medizinisch und therapeutisch machbar war. Aber es hat nicht gereicht.”
Eine Untersuchung in der Sportklinik im hessischen Bad Nauheim nach erneuten Ferrari-Tests in einem „Gebraucht-Formel 1” von 2007 auf der firmeneigenen Strecke in Mugello stoppte das ganze Projekt. „Mein Nacken kann den extremen Belastungen in der Formel 1 nicht stand halten”, so Schumachers Fazit.
Gleichzeitig gab er erstmals Einblick in die Schwere der Verletzungen, die er sich bei seinem Motorrad-Sturz auf einer spanischen Rennstrecke im Februar zugezogen hatte. „Brüche im Bereich von Hals und Kopf”, habe er damals davongetragen, verriet Schumacher jetzt, nachdem er bisher die Unfallfolgen stets heruntergespielt hatte. Seine Sprecherin Sabine Kehm berichtete in einem Interview mit dem Fernsehsender N 24 zudem von Verletzungen an einer Arterie.
Anstelle von Michael Schumacher wird am 23. August beim Großen Preis von Europa in Valencia nun Ferraris langjähriger Testpilot Luca Badoer (Italien) den zweiten roten Renner neben dem Finnen Kimi Räikkönen lenken. Badoer erhielt den Vorzug vor dem zweiten Ferrari-Testfahrer Marc Gené aus Spanien, obwohl sein letztes Formel-1-Rennen bereits zehn Jahre zurückliegt.
Kritik von Eddie Jordan
„Das ist doch keine Lösung. Das wissen alle”, äußerte sich nicht nur der frühere Formel-1-Fahrer und heutige RTL-Experte Christian Danner enttäuscht über die Umbesetzung, hält einen späteren Wiedereinstieg Schumachers aber nicht für völlig ausgeschlossen. „Das Thema ist nicht für alle Zeiten erledigt”, sagte der Münchner, „die Chance auf Heilung ist gegeben. vielleicht fährt er ja in Monza. Das würde doch auch passen.”
Nicht ausgeschlossen ist aber auch, dass beim italienischen WM-Lauf am 13. September Stammfahrer Felipe Massa wieder in den Ferrari steigen könnte. Die Fortschritte, die Massa bei seiner Genesung von den in Ungarn erlittenen Schädelverletzungen macht, sollen nach Berichten aus seiner brasilianischen Heimat jedenfalls höchst erstaunlich sein.
Kritik an Schumachers spätem Rückzieher äußerte aus Irland dessen erster Formel-1-Teamchef Eddie Jordan. Es sei sicher früher abzusehen gewesen, dass es wohl doch nicht gehe. Jordan: „Den Speed hätte er sicher noch gehabt, aber eben nicht mehr die Möglichkeit, ein Zweistundenrennen zu fahren.” Außerdem frage er sich, warum Schumacher Motorradrennen fahren musste. „Was hat er sich dabei gedacht? Er muss ein Brett vor dem Kopf gehabt haben.”
14:47
@ Nr. 12:, zu nichts zu gebrauchen:
Natürlich hat er von den Verletzungen gewusst und von Anfang an auch darauf hingewiesen. Außer Bild und WAZ-Gruppe haben auch alle Medien vom ersten Tag an darauf hingewiesen, dass das Comeback aus medizinischer Sicht fraglich ist. Das wird hier aber bewusst unterschlagen, genauso wie nur Anti-Schumi-Kommentare zugelassen werden.
14:34
Hat er vorher nichts von seinen Verletzungen gewußt? *kopfschüttel*
Medienrummel, pushen der Werbeeinnahmen, noch Fragen?
12:06
Das war die größte verarsche des Jahres Schumi hat wohl gesehen das es nicht mehr reicht da mussten die Märchen von Verletzungen herhalten
von seinen Verletzungen wusste er doch vorher und hat sich doch vor seine zusage untersuchen lassen von daher verarscht verarscht
10:23
wer als deutscher seine steuern nicht in DEUTSCHLAND bezahlt ist kein DEUTSCHER ist egal wer er ist !!!!!!!
23:59
die armen armen schumifans....
fällt das saufen auf campingstühlen mit rotem capi erstmal flach
selten so durchweg dumme fans gesehen
ööhhh schuuuuumi unser deutscher.
nur schade das schumi seine steuern woanders bezahlt, patriotisch ist das nicht!
dazu passt noch sein werbepartner
Deutsche Vermögensberatung
23:32
Alles ein doofer Gag.
23:14
Wenn ich diesen Quatsch so lese, muss ich sagen, nicht zu fassen wieviele nicht so intellegente Menschen auf diesen Medienrummel reinfallen. Im eigentlichen Leben kommt vor jeder Einstellung ein ärztliche Untersuchung und nicht danach, dann wird entschieden. Mein Gott gibt es viele Doofe.
22:17
War er bei den Testfahrten zu langsam und hat eingesehen, dass auch bei ihm die Zeit nicht stehen bleibt?
21:27
JOTT SEI DANK, das er nun endlich schlauer geworden ist....
21:19
Das spiegelt doch seine Verlogenheit wieder. Er wusste doch genau das er fahruntauglich ist. Aber er brauchte wohl das Geld. Dieser Schweizer soll ruhig weiter Löcher in Schweizer Käse staunen. Glück auf