Das aktuelle Wetter NRW 18°C
Motorsport

Le Mans: Vorjahressieger mit Hybrid-Audi auf Pole

15.06.2012 | 09:07 Uhr

Die Audi-Piloten Marcel Fässler, André Lotterer und Benoît Tréluyer starten bei den 24 Stunden von Le Mans wie schon bei ihrem Sieg im Vorjahr von der Pole Position.

Le Mans (Frankreich) (SID) - Die Audi-Piloten Marcel Fässler, André Lotterer und Benoît Tréluyer starten bei den 24 Stunden von Le Mans wie schon bei ihrem Sieg im Vorjahr von der Pole Position. Der 31 Jahre alte Duisburger Lotterer unterbot im Qualifying am Donnerstagabend in seinem Audi R18 e-tron quattro in 3:23,787 Minuten seine Bestzeit aus dem Vorjahr um fast zwei Sekunden und stellte damit bei der 80. Auflage des Langstrecken-Klassikers zum ersten Mal ein Auto mit einem Hybridantrieb auf den ersten Startplatz. 2011 hatte Lotterer gemeinsam mit dem Schweizer Fässler und dem Franzosen Tréluyer seinen ersten Le-Mans-Sieg gefeiert.

Die erste Startreihe für das Rennen am Samstag (15.00 Uhr/Eurosport) komplettieren die Franzosen Roman Dumas und Loïc Duval sowie der Spanier Marc Gené in einem Audi R18 ultra, dem konventionell angetriebenen "Zwilling" des e-tron quattro. Duval, momentan Führender in der Langstrecken-WM, fehlten lediglich 0,291 Sekunden zu Lotterers Bestzeit.

"Die Pole in Le Mans zu holen, ist ein cooles Gefühl. Natürlich kann im Rennen viel passieren, aber unsere Leistung zeigt schon, dass wir mit unserem R18 e-tron quattro ein starkes Auto haben", sagte Lotterer: "Das Auto fuhr wie auf Schienen, einfach unglaublich."

Die beiden anderen Audi-Teams mussten sich dagegen hinter dem schärfstem Konkurrenten Toyota einreihen. Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen (Dänemark) geht mit Rinaldo Capello (Italien) und Allan McNish (Großbritannien) im zweiten e-tron quattro hinter dem besten Toyota-Trio mit den ehemaligen Formel-1-Piloten Anthony Davidson/Sébastien Buemi/Stéphane Sarrazin von Rang vier ins Rennen. Marco Bonanomi (Italien), Oliver Jarvis (Großbritannien) und DTM-Pilot Mike Rockenfeller (Neuwied) kamen im zweiten R18 ultra auf Rang sechs hinter dem zweiten Toyota mit den früheren Formel-1-Piloten Alexander Wurz (Österreich) und Kazuki Nakajima (Japan) sowie Nicolas Lapierre (Frankreich).

"Natürlich sind wir stolz, als erster Automobilhersteller in Le Mans die Pole-Position mit einem Hybrid-Fahrzeug geholt und dabei die beiden Toyota-Hybrid hinter uns gelassen zu haben. Aber das ist nur ein ganz kleiner Schritt. Die wesentlich größere Aufgabe steht uns noch bevor - das Rennen", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich.

Toyota setzt bei seiner Rückkehr nach Le Mans ebenfalls auf einen Hybridrenner, der anders als bei Audi aber nicht mit einem Dieselmotor, sondern einem Benziner arbeitet. Der ehemalige Formel-1-Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach) steht mit Nicolas Prost (Frankreich) und Neel Jani (Schweiz) in einem Lola-Toyota des Schweizer Rebellion-Teams auf Startposition acht.

sid

Facebook
Kommentare
Umfrage
Ist allein die Verletztenmisere verantwortlich für den Schalker Fehlstart?

Ist allein die Verletztenmisere verantwortlich für den Schalker Fehlstart?

 
Fotos und Videos
Rosberg feiert "Heimsieg"
Bildgalerie
Formel 1
Mercedes siegt in China
Bildgalerie
Formel 1
Hülkenbergs neues Auto
Bildgalerie
Formel 1
Toro Rossos Flitzer
Bildgalerie
Formel 1
Aus dem Ressort
Schwerer Heidfeld-Crash beim Kampf um ersten Formel-E-Sieg
Motorsport
Ein schwerer Unfall von Nick Heidfeld hat die Premiere der Formel E in Peking überschattet: Kurz vor dem Ziel wurde der Wagen des 37-Jährigen bei einem Überholmanöver vom Auto des Führenden berührt. Heidfeld schleuderte mit seinem Wagen durch die Luft, konnte aber später selbstständig aussteigen.
André Lotterers Wochenendausflug in die Formel 1
Nach Formel-1-Debüt
Normalerweise fährt er Langstreckenrennen wie die 24 Stunden von Le Mans, am Wochenende war der Duisburger André Lotterer in der Formel 1 in Spa im Einsatz und erzählt danach im Interview, wie man ein Cockpit bekommt und warum man mit 32 nicht zu alt für die Königsklasse ist.
Hamilton siegt in Monza vor Rosberg - Vettel wird Sechster
Formel 1
Es lief alles für Rosberg - bis er sich zweimal verbremste. Der Deutsche entschuldigt sich bei seiner Crew. Der Mercedes-Rivale macht Boden gut im bitterbösen Duell um die WM-Krone. Vettel muss sich schon wieder Ricciardo geschlagen geben.
Hamilton in Monza auf der Pole vor Rosberg - Vettel Achter
Formel 1
Erwartungsgemäß hat Mercedes die Qualifikation auf dem Powerkurs in Monza haushoch beherrscht. Lewis Hamilton holte sich erstmals seit vier Monaten wieder die Pole-Position vor Teamkollege Nico Rosberg. Vorjahressieger Sebastian Vettel war mit Rang acht nicht zufrieden.
Mercedes-Duo Rosberg/Hamilton vorn - Vettel verpasst Top 5
Formel 1
Keine Überraschung in der Formel 1 auf dem Powerkurs Monza: Die Silberpfeile beherrschten im Training zum Großen Preis von Italien dank ihres überlegenen Antriebs die Konkurrenz. Vorjahressieger Sebastian Vettel war indessen zufrieden, obwohl ihm keine Top-Platzierung gelang.