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Unfall

IndyCar-Sieger Dan Wheldon stirbt bei Horror-Crash in Las Vegas

17.10.2011 | 11:10 Uhr

Las Vegas.   IndyCar-Champion Dan Wheldon ist am Sonntag auf dem Las Vegas Motor Speedway tödlich verunglückt. Bei einer Massenkarambolage schleuderte Wheldons Auto durch die Luft. Der Rennfahrer verstarb kurz darauf im Krankenhaus.

Der britische Rennfahrer Dan Wheldon ist beim IndyCar-Rennen von Las Vegas tödlich verunglückt. In der 13. Runde des Rennens kam es am Sonntag zu einer Massenkarambolage, bei der Wheldons Auto über den Wagen eines anderen Rennfahrers geschleudert wurde.

Wheldon konnte Crash nicht vermeiden

Der Engländer wurde mit dem Hubschrauber ins University Medical Center der Spielerstadt geflogen. Zwei Stunden lang kämpften die Ärzte um sein Leben, am Ende aber konnten sie nur noch Weldons Tod vermelden. Wheldon hatte erst im Mai zum zweiten Mal nach 2005 die berühmten 500 Meilen von Indianapolis gewonnen

Am Sonntag war der Brite als Letzter des Feldes mit 34 Autos in das Rennen gestartet und machte schnell Boden gut. Auf Rang 24 liegend wurde er in Runde 13 in eine Massenkarambolage verwickelt. Wheldon hatte keine Chance, den Crash zu vermeiden. Zwei Stunden nach dem Unfall wurde sein Tod vermeldet. Das Rennen war nach dem Unfall, bei dem zahlreiche Wagen in Flammen aufgegangen waren, abgebrochen worden. Die Fahrer kehrten später auf die Rennstrecke zurück und fuhren unter Tränen fünf Ehrenrunden für ihren verstorbenen Kollegen.

Für Fahrer, die in diesem Jahr nicht permanent in der IndyCar-Serie fuhren, war für den Sieg beim Saisonfinale eine Prämie von 5 Millionen Dollar (3,6 Millionen Euro) ausgesetzt. Für die kommende Saison war sich Wheldon, der 1999 in die USA übergesiedelt war und 2005 erstmals die Indy 500 gewonnen hatte, bereits mit seinem früheren Team Andretti über einen neuen Vertrag einig, der nach dem Rennen in Las Vegas hätte unterschrieben werden sollen. Wheldon hinterlässt seine Frau und zwei kleine Söhne. Zuletzt war in der IndyCar-Serie 2006 Paul Dana in Homestead beim Training für ein Rennen tödlich verunglückt. Sieger in Homestead wurde Dan Wheldon...

„Ein schwarzer Tag für den Sport“

Tödlicher Unfall

„Es ist ein schwarzer Tag für den Sport. Wir sind hierhergekommen wegen eines gurten Saisonfinales, und es endete nun darin, dass wir seinen sehr guten Freund und einen sehr guten Fahrer verloren haben“, sagte IndyCar-Fahrer James Hinchcliffe.

Seine ersten Versuche auf der Rennbahn machte Wheldon bereits mit vier Jahren im Go-Kart, und das Rennfahren sollte eine Konstante in seinem Leben bleiben. Er gewann acht nationale britische Titel, ehe er 1999 in die USA übersiedelte. 2002 startete er dort zum ersten Mal in der IndyCar-Serie.

Seinen ersten Sieg feierte er 2003 in Japan, in der Gesamtwertung lag er am Ende auf Rang zwei. In der darauffolgenden Saison schloss er als Erster der Serie ab. Gerüchte machten die Runde, dass Wheldon zur Formel 1 wechseln würde. Doch Wheldon kam zu dem Entschluss, dass die IndyCar-Serie seine Berufung sei.

Wheldon engagierte sich für wohltätige Zwecke

„Indianapolis 500 ist das größte für mich“, sagte Wheldon 2005, kurz nachdem er das Rennen als zweiter Engländer seit Graham Hill im Jahr 1966 gewonnen hatte. „Es wäre wirklich schwierig, die Serie zu verlassen, allein wegen dieses Rennens“, erklärte er.

Abseits der Rennpiste hatte Wheldon viele Interessen, die teilweise nichts mit dem Motorsport zu tun hatten. Er engagierte sich für mehrere Wohltätigkeitsorganisationen, und in jüngster Zeit versuchte er, Gelder für die Alzheimer-Forschung zu sammeln. Dan Wheldon wurde 33 Jahre alt. (dapd/sid)

DerWesten



Kommentare
15.07.2013
11:10
IndyCar-Sieger Dan Wheldon stirbt bei Horror-Crash in Las Vegas
von BauerKleppe | #10

Wenn man mal ehrlich ist, ist sowas ja ein Teil dessen, wofür sich 100tausende jährlich mit 2l- Becher Cola und nem Kartoffelsack voll Popcorn in die Arenen begeben. In dieser Hinsicht hat die Menschheit sich seit dem römischen panem et circenses nicht wirklich weiterentwickelt, nur die Löwen sehen heute anders aus. Das wissen auch die Fahrer.

Dass bei diesen Unfällen auch immer wieder große Feuerbälle erscheinen, ist leider ein Indiz dafür, dass das zum Teil auch gewollt und die Lern- und Weiterentwicklungs- Bereitschaft weniger ausgeprägt ist als etwa in der Formel 1.

23.10.2011
16:16
IndyCar-Sieger Dan Wheldon stirbt bei Horror-Crash in Las Vegas
von sidewinderdxii | #9

@Stefan2
das selbe könnte, bei der Formel1 passieren.
Beim Fußball können die Spieler, plötzlich tot umkippen, beim über die Straße gehen, kann man überfahren werden und beim Kacken kann man vom Blitz erschlagen werden.
Die Rennfahrer, machen das was sie lieben, ihren Sport. Bei kommentaren wie von dir, frag ich mich, wozu du hier postest wenn doch alles so gefährlich ist. Dein kommentar ist absolut überflüssig. Ich war bei mehreren Rennen der CART Serie, aus der die IndyCars 96 hervorgingen und die Athmosphäre dort im Fahrerlager sowie auch wärend der Rennen ist einmalig. Die Fahrer, nehmen sich dort Zeit für ihre Fans und sind auch so für einen kurzen Plausch bereit. Du vergisst eins, dort ist nicht nur ein Rennfahrer gestorben, sondern auch ein Mensch, Vater, Ehemann, Freund und Sohn.

17.10.2011
20:15
IndyCar-Sieger Dan Wheldon stirbt bei Horror-Crash in Las Vegas
von Kalleee | #8

Bei den Bildern bzw. dem Video grenzt es an ein Wunder, dass nicht noch mehr Fahrer tödlich verletzt worden sind..

17.10.2011
19:48
IndyCar-Sieger Dan Wheldon stirbt bei Horror-Crash in Las Vegas
von Stefan2 | #7

Das tue ich, Eduard. Und wenn es zur Unterhaltung geschieht, finde ich es umso schlimmer.

17.10.2011
17:00
IndyCar-Sieger Dan Wheldon stirbt bei Horror-Crash in Las Vegas
von Eduard79 | #6

@4 - Nicht nur beim Sport! Wenn alle Handlungen, bei denen Menschen wenigstens zeitweise potenziell in Lebensgefahr sind einbezogen werden, dann kann man die Argumentation von Stefan2 auf nahezu alle Lebensbereiche anwenden.
Von daher ist die Argumentation recht brüchig.

Wenn Stefan2 mal genauer nachdenkt, dann fragt er bestimmt auch so einiges nach, was direkt oder indirekt Menschen in Lebensgefahr bringt - und wenn es nur die Fortbewegung ist. Verkehrsopfer zu produzieren ist doch auch eindeutig kulturlos.

17.10.2011
16:59
IndyCar-Sieger Dan Wheldon stirbt bei Horror-Crash in Las Vegas
von weizenkeim | #5

Vergleicht man die Anzahl der Toten beim Motorsport allgemein mit der Anzahl der Toten allein im öffentlichen Strassenverkehr, sollten sich unsere lieben Motorsportgegner und sonstigen Dummschwätzer lieber ein anderes Argument einfallen lassen.

17.10.2011
16:35
IndyCar-Sieger Dan Wheldon stirbt bei Horror-Crash in Las Vegas
von darkblu2006 | #4

@3
Bei jedem Sport gibt es Todesfälle und schwerste Verletzungen ,das ist nun mal so .Was hat das mit Zivilisation und Kultur zu tun ??

17.10.2011
14:49
IndyCar-Sieger Dan Wheldon stirbt bei Horror-Crash in Las Vegas
von Stefan2 | #3

Toller Sport, bei dem sich Menschen in Lebensgefahr bringen. Tolle Zivilisation, tolle Kultur, die so etwas nachfragt.

17.10.2011
14:19
IndyCar-Sieger Dan Wheldon stirbt bei Horror-Crash in Las Vegas
von GrossmeisterB | #2

Daumen hoch für die 5 Ehrenrunden!!!

17.10.2011
12:57
IndyCar-Sieger Dan Wheldon stirbt bei Horror-Crash in Las Vegas
von wohlzufrieden | #1

Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.

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