Formel-1-Tross nach Bahrain-Absage erleichtert
21.02.2011 | 21:53 Uhr 2011-02-21T21:53:37+0100
Essen. Das Königshaus des von Unruhen erschütterten Wüstenstaates stoppt den geplanten Auftakt zur WM 2011. Die Teams reagieren mit Erleichterung.
Am Ende war es nur noch eine Frage der Zeit: Wann würde die offizielle Absage des geplanten WM-Auftakts der Formel 1 am 13. März in Bahrain verkündet? Gestern Vormittag wollte Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone die Katze noch nicht aus dem Sack lassen. „Lasst uns bis Dienstag warten“, vertröstete er da die britischen Medien. Doch am späten Nachmittag verbreiteten Bahrains Streckenbetreiber die Botschaft: „Das Königreich Bahrain verzichtet auf eine Austragung des Formel-1-Grand-Prix, so dass sich das Land dem nationalen Dialog widmen kann.“ Damit war erstmals in der Geschichte der Formel 1 ein Rennen aus politischen Gründen aus dem Kalender gestrichen . Ebenso gestrichen wurden die geplanten Testfahrten auf dem Bahrain International Circuit, wo die Teams bislang vom 3. bis zum 6. März ihre letzten Übungsrunden geplant hatten.
Fest steht damit, dass Weltmeister Sebastian Vettel und Co. erst am 27. März im australischen Melbourne zum ersten WM-Lauf 2011 starten werden. Die ausgefallenen Testfahrten werden nach Barcelona verlegt.
„Wahrscheinlich werden wir vom 8. bis 11. März erneut hier fahren“, sagte Red-Bull-Teamchef Chris Horner gestern am Rande der Proberunden auf dem „Circuit de Catalunya“.
Möglicherweise wird das abgesagte Rennen in Bahrain zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. In Frage kommt dafür ein Wochenende im November.
Letztes Rennen in Brasilien
Das benachbarte Abu Dhabi ist am 13. November als Gastgeber des vorletzten Saisonlaufes vorgesehen. Danach steht als letztes Rennen das Finale in Brasilien am 27. November im Programm.
Denkbar wäre ein Bahrain Grand Prix am 20. November, wahrscheinlicher aber zwei Wochen früher, da der ganze Formel-1-Tross auf dem Weg vom indischen Neu Delhi (30. Oktober) nach Abu Dhabi sozusagen vorbei kommt.
Im Formel-1-Tross wurde die Absage mit Erleichterung aufgenommen. „Wir begrüßen und unterstützen diese Entscheidung“, sagte Mercedes-Sportdirektor Norbert Haug, „unser wichtigstes Anliegen ist es, die Sicherheit unserer Teammitglieder zu gewährleisten.“
0mitdiskutieren