Enttäuschung bei Motorrad-Piloten - Cortese Siebter

Die Hoffnungen der deutschen Fans auf einen erfolgreichen Motorrad-WM-Lauf auf dem Sachsenring haben einen Dämpfer erhalten.

Hohenstein-Ernstthal.. Im Qualifikationstraining zum deutschen Grand Prix konnten die einheimischen Piloten nicht an das starke Auftreten am Freitag anknüpfen. Dennoch sind die Startplätze sieben und acht für Sandro Cortese und Jonas Folger in der Moto2-Kategorie eine gute Ausgangsposition.

"Ich bin im grünen Bereich", meinte Cortese, der 2012 für den bislang letzten deutschen Sieg bei einem Heimrennen gesorgt hatte. Der Berkheimer passte sich der Mehrheit der Konkurrenten an und fuhr seine schnellste Zeit bereits zu Beginn der zweiten Hälfte des Trainings. "Ich denke, von Platz eins bis 20 ist alles möglich, das Feld ist extrem ausgeglichen", analysierte Cortese und sieht den Trainingsschnellsten Johann Zarco aus Frankreich als schärfsten Rivalen. "Er ist extrem schnell und konstant in seinen Rundenzeiten. Ihn zu schlagen dürfte schwer werden."

Folger hatte im Gegensatz zu Cortese bis zur letzten Runde mit seiner Attacke gewartet. "Wir haben vorher verschiedene Reifen probiert", sagte er. Optimistisch ist aber auch der Schwindegger: "Wenn es mir gelingt, im ersten Streckensektor schneller zu sein als bislang, bin ich vorn dabei. Ich habe insgesamt eine gute Geschwindigkeit und glaube auch, mit meinem Start schon etwas gutmachen zu können."

Nach den guten Ergebnissen am Freitag war das Qualifying für Philipp Öttl in der Moto3-Klasse einen Tag später durchwachsen. Der Bayer landete nur auf Platz 16. Die beiden Wild-Card-Piloten Maximilian Kappler und Jonas Geitner starten von den letzten beiden Rängen 34 und 35 am Sonntag in das Rennen. Trotz eines Sturzes bereits zur Halbzeit der entscheidenden Sitzung holte sich der Brite Danny Kent aus dem deutschen Leopard-Racing-Team die Pole Position. Der WM-Führende startet vor Enea Bastianini (Italien) und dem Tschechen Karel Hanika in den Deutschland-Grand Prix.

In der Königsklasse MotoGP, die nach der Verletzung von Strefan Bradl ohne deutsche Beteiligung über die Bühne geht, waren die Spanier dominierend. Titelverteidiger Marc Marquez setzte sich vor seinem Honda-Teamkollegen und sechsmaligen Sachsenring-Sieger Daniel Pedrosa durch. Dritter wurde Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo. Dessen Teamkollege und WM-Spitzenreiter Valentino Rossi aus Italien musste sich mir Rang sechs begnügen.