Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Motorsport

Briatore-Klage ab Dienstag vor Gericht

19.10.2009 | 14:00 Uhr

Die Klage von Flavio Briatore gegen seine lebenslange Sperre aus der Formel 1 wird ab Dienstag in Paris verhandelt. Die Sperre verstoße laut Briatore gegen die EU-Menschenrechte.

Das Landgericht Paris verhandelt ab Dienstag über die Klage des lebenslang aus der Formel 1 ausgeschlossenen früheren Renault-Teamchefs Flavio Briatore gegen den Automobil-Weltverband FIA. Das erklärte ein Gerichtssprecher am Montag und bestätigte zugleich den Eingang der Klage.

Briatore will juristisch gegen seine Sperre vorgehen und pocht zudem auf eine Zahlung in Höhe von 500.000 bis zu einer Million Euro. Die Anwälte Briatores verweisen darauf, dass eine lebenslange Sperre gegen das Menschenrecht der EU verstoße.

"In diesem Fall wurde die FIA als Werkzeug benutzt, um die Rache eines einzelnen Mannes auszuüben", erklärte Briatore am Sonntag mit Blick auf den scheidenden FIA-Präsidenten Max Mosley: "Diese Entscheidung ist eine juristische Absurdität, und ich habe vollstes Vertrauen, dass die französischen Gerichte die Angelegenheiten gerecht und unparteiisch lösen werden."

Briatore war am 21. September vom World Council der FIA lebenslang aus der Formel 1 verbannt worden. Gemeinsam mit Technikchef Pat Symonds hatte er den damaligen Fahrer Nelson Piquet junior 2008 in Singapur zu einem absichtlichen Unfall überredet, um dem Teamkollegen Fernando Alonso zum Sieg zu verhelfen.

Während sich Briatore für alle Zeiten noch nicht einmal in einem Fahrerlager blicken lassen darf, wurde der geständige Symonds "nur" für fünf Jahre gesperrt.

DerWesten



Kommentare
Aus dem Ressort
Jules Bianchis Vater über den Alptraum nach dem Unfall
Formel 1
Der Vater von Jules Bianchi berichtet über die dramatische Lage des verunglückten Formel-Fahrers. Jeder Anruf aus dem Krankenhaus könnte das Schlimmste bedeuten. Kraft gibt der Familie der ungebrochene Glaube, aber auch die Anteilnahme der Formel-1-Kollegen ihres Sohnes.
Nico Rosberg will mehr an sich und weniger ans Team denken
Formel 1
Im WM-Rennen hat Nico Rosberg weiter an Boden verloren. Aber der Mercedes-Pilot hat eine Idee, wie er seinen führenden Stallrivalen Lewis Hamilton noch abfangen kann. Dass der erste Titel für das Team eingefahren ist, macht das Duell der beiden noch spannender.
Der Zynismus ist in die Formel 1 zurückgekehrt
Kommentar
Es schien, als hätte der Rennsport aus seinen schwerwiegenden Fehlern, die zum Glück schon 20 Jahre zurück liegen, gelernt. Das zurückliegende Wochenende beweist das Gegenteil. Auf selbstkritische Worte der Verantwortlichen wartet man nach dem Unfall von Jules Bianchi noch immer. Ein Kommentar.
Jules Bianchi kämpft weiter um sein Leben
Bianchi
Nach dem tragischen Formel-1-Unfall gibt es Diskussionen um die Sicherheit. Erstaunlicherweise sprechen nicht alle Fahrer die gleiche Sprache. Manche sehen beim Regenrennen die Chance, ihre fahrerischen Fähigkeiten besser unter Beweis zu stellen. Ein gefährlicher Reiz.
Neue Gefahrendiskussion in der Formel 1 nach Horror-Crash
Bianchi-Crash
Es waren viele und äußerst unglückliche Umstände, die zum schweren Unfall von Jules Bianchi führten. Aber die so auf Sicherheit bedachte Formel 1 muss sich auch Fragen gefallen lassen. Die Sicht war schlecht, beklagten Fahrer und monierten einen zu späten Rennabbruch.
Umfrage
Dortmund in der Krise - Kann der BVB seine Saisonziele noch erreichen?

Dortmund in der Krise - Kann der BVB seine Saisonziele noch erreichen?

 
Fotos und Videos
Rosberg feiert "Heimsieg"
Bildgalerie
Formel 1
Mercedes siegt in China
Bildgalerie
Formel 1
Hülkenbergs neues Auto
Bildgalerie
Formel 1
Toro Rossos Flitzer
Bildgalerie
Formel 1