Berger bringt für Red Bull Porsche oder Audi ins Spiel

Der ehemalige Grand-Prix-Pilot und BMW-Teamchef Gerhard Berger rät Red Bull in der Motorenfrage zu einem Wechsel zu einem in der Formel 1 noch nicht aktiven Automobilhersteller.

Spielberg.. "VW ist so ein Premium-Denker", sagte der 55 Jahre alte Tiroler der österreichischen Nachrichtenagentur APA vor dem Großen Preis von Österreich in Spielberg an diesem Wochenende. "Red Bull und Porsche oder Audi wäre absolut eine Konstellation, die Mercedes fordern kann." Mercedes dominiert seit dem Vorjahr.

Red Bull ist seit langem mit seinem aktuellen Triebwerkslieferanten Renault äußerst unzufrieden. Seit dem Wechsel zu Turbo-Antrieben 2014 hat der Rennstall seine Vormachtstellung verloren. Zuvor hatte Sebastian Vettel im Red-Bull-Renault zwischen 2010 und 2013 vier WM-Titel in Folge geholt. Konzernchef Dietrich Mateschitz hatte vor dem Heimrennen den französischen Partner erneut massiv kritisiert. Der Vertrag gilt noch für die kommende Saison.

Berger, der vorübergehend auch Miteigner des B-Teams Toro Rosso war, sagte: "Die Alternativen sind nicht da, das ist das Frustrierende." Das Problem lasse sich auch nicht dadurch lösen, "ein Kundenteam von Ferrari oder Mercedes zu sein". Ein direkter Konkurrent würde einem Kunden nie den gleichen Motor liefern. Ferrari hatte Red Bull bereits eine Zusammenarbeit angeboten.