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Audi führt - Rückschläge für BMW und Mercedes

20.05.2012 | 10:25 Uhr

Nach Rückschlägen für die lange führenden BMW und Mercedes hat rund fünf Stunden vor Ende des 24-Stunden-Rennens ein Audi die besten Chancen auf den Sieg.

Nürburgring (SID) - Nach Rückschlägen für die lange führenden Trainingsschnellsten im Schubert-BMW sowie den Mercedes SLS des Rowe-Teams hat rund fünf Stunden vor Ende des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring ein Audi die besten Chancen auf den Sieg. Der frühere DTM-Pilot Markus Winkelhock liegt zusammen mit Marc Basseng, Christopher Haase und Frank Stippler in einem Audi R8 LMS des direkt am Ring beheimateten DTM-Teams Phoenix in Führung, nachdem die zuvor knapp vor ihnen liegende Mercedes-Mannschaft um den früheren DTM-Fahrer Thomas Jäger wegen eines Problems mit einem Dämpfer rund 16 Minuten Zeit verloren hatte. "Es ist schade, wenn man so um den Lohn gebracht wird", meinte Jäger.

In der Nacht hatte es bereits die BMW-Truppe Dirk und Jörg Müller, Uwe Alzen und Dirk Adorf erwischt. Kurz vor Halbzeit des Eifel-Marathons musste an ihrem BMW Z4 GT3 eine Antriebswelle gewechselt werden, was 52 Minuten dauerte und das Team weit zurückwarf. Bis dahin hatte das Quartett lange Zeit das Rennen angeführt, nachdem Alzen am Freitagabend die Pole Position herausgefahren hatte. Zumindest lag am Sonntagvormittag der zweite Schubert-BMW mit Claudia Hürtgen, Dominik Schwager, Nico Bastian und Adorf auf Rang zwei vor dem Manthey-Porsche mit den Vorjahressiegern Marc Lieb, Romain Dumas und Lucas Luhr sowie Richard Lietz.

Schon seit Samstagabend waren Tourenwagen-"König" Klaus Ludwig und der frühere Formel-1-Pilot Nick Heidfeld nur noch Zuschauer, nachdem Ludwig kurz vor Ende der vierten Stunde mit ihrem McLaren MP4 12C GT3 des Gemballa-Teams in der schnellen Passage vor dem Schwedenkreuz beim Überrunden eines langsameren Teilnehmers berührt worden und heftig gegen die Leitplanke gekracht war.

"Ich war schon längst vorbei, als er mit rechts aufs Rad gefahren ist", schimpfte der dreimalige Gesamtsieger, der für die 40. Auflage noch einmal in den Rennanzug geschlüpft war - und das wohl zum letzten Mal. "Aus, vorbei, das war das zweite Mal und ein Zeichen. Das brauche ich nicht mehr", sagte der inzwischen 62 Jahre alte Routinier. Heidfeld fand den Ausfall bei seinem 24-Stunden-Debüt schade. "Ich bin nur sieben Runden gefahren und wäre gerne länger dabei gewesen", meinte der frühere Formel-1-Pilot: "Aber es hat trotzdem Spaß gemacht."

sid

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