Mit einem guten Gefühl

Bundesligisten können ihren Mitgliedern einmal im Jahr viel über Rekordumsätze erzählen, sie können eindrucksvolle Zahlen und Bilanzen vorlegen – die meisten Menschen werden einfach glauben müssen, was man ihnen erzählt. Längst ist der Profi-Fußball zu kompliziert geworden, um ohne fundierte Wirtschaftskenntnisse nachvollziehen zu können, wie gesund ein Verein tatsächlich ist. Da wimmelt es inzwischen von ausgelagerten Gesellschaften, von Bilanzen wie bei Konzernen, von Aufsichtsräten und Vorständen. Und natürlich von Möglichkeiten, unliebsame Zahlen sorgfältig zu verstecken.

Aber Fans können daran fühlen. Sie können sich an eine einfache Gleichung halten: Wenn mein Verein gutes, aber nicht das ganz große Geld ausgibt, wenn er trotzdem seit Jahren einen stetigen sportlichen Aufschwung erlebt, wenn er seriös geführt wird, attraktiven Fußball spielt, einen Plan hat und wenn die Verantwortlichen so wirken, als hätten sie nicht vergessen, dass sie auch mal schlimme Zeiten erlebt haben, dann können die Dinge so schlecht nicht stehen.

Und deshalb kann man verstehen, dass die Mitglieder von Borussia Mönchengladbach nach der jüngsten Jahreshauptversammlung überzeugt sind: Es läuft alles prima.