Mindestens zwei Monate Pause für Robben
03.08.2010 | 15:48 Uhr 2010-08-03T15:48:00+0200
München.Eine Verletzung im linken Oberschenkel zwingt den Star des FC Bayern zu einer längeren Pause. Die Münchener Verantwortlichen zeigten sich nach Bekanntwerden der Diagnose verärgert.
Bei der WM half Arjen Robben ein „Wunderheiler“ auf die Beine – nun zahlen der Niederländer und Bayern München dafür einen hohen Preis. Der 26-Jährige, der trotz einer Verletzung am linken Oberschenkel nach Südafrika gereist war, wird wegen eines Muskelrisses mindestens zwei Monate ausfallen. Bayern Münchens Vereins-Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt sprach am Dienstag von einer „erheblichen Verletzung“.
Robben, der am Vormittag bei seinem ersten Auftritt an der Säbener Straße nach seinem Urlaub noch über seine Erfahrungen bei der WM gesprochen hatte, war nach der Untersuchung durch Müller-Wohlfarth erst recht niedergeschlagen. Er wird die ersten Bundesliga-Spiele und auch die ersten Champions-League-Partien (Beginn am 14./15. September) verpassen. „Diese Diagnose ist ein Schock“, sagte der Angreifer. Nach Erkenntnissen der Bayern ist es eine Folgeverletzung des angeblich leichten Muskelfaserrisses, den Robben vor der WM erlitten hatte.
Robben reiste verspätet nach Südafrika
„Ich finde es unverantwortlich, dass die Verletzung nicht genauer diagnostiziert worden ist und man Arjen hat spielen lassen“, sagte Müller-Wohlfahrt. Robben war nach der Verletzung, die er sich am 5. Juni in einem Testspiel gegen Ungarn zugezogen hatte, mit Verspätung nach Südafrika gereist. Im dritten Gruppenspiel gegen Kamerun war er am 24. Juni zum ersten Mal wieder zum Einsatz gekommen, wenn auch nur für 17 Minuten. Danach aber spielte er in der K.o.-Runde für Oranje praktisch durch – auch im Finale gegen Spanien (0:1 n.V.) volle 120 Minuten.
Die Verantwortlichen der Bayern waren nach Bekanntwerden der Diagnose verärgert. „Wieder einmal müssen wir eine Verletzung, die bei der Nationalmannschaft passiert ist, ausbaden“, sagte Klub-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Rummenigge kündigte an, diese Angelegenheit nicht auf sich beruhen zu lassen und möglicherweise auch juristisch gegen die Verantwortlichen bei den Niederländern vorzugehen: „Wir werden das überprüfen. Wir haben bereits die FIFA informiert.“ Der Fußball-Weltverband soll als „Mediator“ auftreten.
„Aggressive Behandlung“
Robben hatte am Montag beim Mannschaftstraining gefehlt und sich der obligatorischen Untersuchung zu Saisonbeginn unterzogen. Am Dienstagmorgen berichtete er dann zunächst, wie er es überhaupt noch zur WM geschafft hatte – trotz der Verletzung. „Ich hatte eine aggressive Behandlung, um wieder fit zu werden“, sagte er und räumte ein: „Das war nicht normal“. Daher, ergänzte er, werde er bis zum Bundesliga-Auftakt nun auch ein etwas anderes Programm machen.
Die Pläne sind nun hinfällig, und Robben konnte sich am Nachmittag nicht so recht erklären, wie es soweit kommen konnte, dass jetzt ein fünf Zentimeter großes Loch in seinem Oberschenkel aufgetaucht ist. „Ich habe mich bei der WM fit gefühlt, ich habe keine großen Schmerzen verspürt. Auch nach dem Finale fühlte ich mich schmerzfrei, deshalb bin ich auch in den Urlaub gefahren.“ Während der Weltmeisterschaft hatte Robben von den Medizinern der Niederländer offenbar Schmerzmittel bekommen. (sid)

06:53
wie immer die proleten aus dem westen mit dummen kommentaren
21:24
Das wars dann mit dem FC Bayern...Robben platt und Ribery wird eingesperrt....
Ziemlich ominöse Verletzung.....ein Muskelriß, denn man nicht spürt ;-))
GLÜCK AUF
20:44
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19:34
Andere Vereine haben auch Verletzte. Also bitte kein großes Gschrei nur weil es dieses Mal die Bayern trifft .
19:26
#11 EbbesRache,
auch meine Zustimmung zum Kommentar!
(Und wenn ich auf die Situation beim BVB gucke, BuLi, EL, Pokal ... und dann sollte Lucas noch zwischendurch eben ´mal nach Südamerika oder so ähnlich, krieg ich arge Befürchtungen. Es gibt eben keine Fußballgötter, es sind alle letzten Endes nur Menschen...
auch wenn sie Robben heißen :-)
18:52
Trotz aller Konkurrenz mit den Bayern. Verletzungen sind immer bitter und man wünscht sie keinem. Gute Besserung Arjen Robben.
18:21
#11: Richtig, guter Kommentar. Nur leider kennt man ja die Bazen, immer sind die anderen schuld.
18:19
aggressive Behandlung scheint mir nicht weit entfernt von Doping!
17:52
Keine Frage, sehr dumm gelaufen für Robben und die Bayern, ABER:
Was verspricht man sich vom Einschalten der FIFA? Die werden wohl kaum sagen, dass Spieler wie Robben bei einer solchen Verletzung dann AUF GAR KEINEN FALL an der WM teilnehmen sollen, denn schließlich hat die FIFA eigene finanzielle Interessen und dürfte in diesem Fall kaum neutral sein...
Man kann denke ich schon davon ausgehen, dass Robben das Turnier in jedem Fall spielen wollte. Wenn ich jedenfalls die Aussicht hätte, Weltmeister zu werden, wären mir einige Monate Pause in der Frühphase einer Saison relativ wumpe.
Und noch was zum ewig leidigen Thema Vereine vs. Nationalmannschaften: die großen Clubs, in Deutschland also allen voran Bayern München sind seit dem Bosman-Urteil in der Lage, sich Weltauswahlmannschaften zusammenzukaufen, was sie ja auch tun. Die Kehrseite der Medaille ist aber nun mal, dass eine solche Mannschaft dann aus Spielern besteht, die am Ende einer Saison so um die 70 Spiele in den Knochen haben.
Verletzungen wie die jetzige von Robben sind da vorprogrammiert. Davon ab, man wird auch bei Spielern wie Lahm, Müller oder Schweinsteiger in der Hinrunde vermutlich noch die eine oder andere Durchschnittsleistung sehen.
Fazit: Rummenigge, Magath, Watzke, Allofs und co können ihren Spielern ja vor der Unterschrift einen Nationalmannschaftsverzicht in den Vertrag schreiben, nur wird dann wohl kaum noch jemand zu ihnen wechseln...
17:35
och der Arme, das tut mir aber leid...
Na, ob der dicke Holländer von der Säbener Str. jetzt auch mal seine Freunde vom holländischen Fussballverband angreift anstatt immer nur den DFB?