Michael Ballack bleibt Kapitän - und das ist gut so
01.09.2010 | 13:00 Uhr 2010-09-01T13:00:00+0200
Essen.Michael Ballack bleibt Kapitän der Nationalmannschaft. Das ist gut so. Nach der EM 2012 kann dann endgültig die jüngere Garde aus Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger übernehmen.
Bundestrainer Joachim Löw hat sich für eine Entscheidung sehr lange Zeit gelassen, die er schon nach der WM in Südafrika hätte fällen sollen: Michael Ballack war bis zu seiner Verletzung Kapitän der Nationalmannschaft. Und er bleibt es auch. Das ist gut so, allein schon, um diese ständig hochkochende Personalfrage endlich zu beenden.
Ballack dieses bedeutende Amt zu entziehen, weil dieser wegen einer Verletzung das WM-Turnier in Südafrika verpasst hat, wäre alles andere als die feine Art gewesen. Der 33-Jährige ist seit langem ein Leistungsträger und ein Meinungsführer im, der sich als Leitwolf alter Prägung in den Dienst der Mannschaft stellt. Gerne sei an das WM-Halbfinale 2002 erinnert. Ballack erzielte, was gerne vergessen wird, den 1:0-Siegtreffer gegen Südkorea. Anschließend bremste der Kapitän mit einem taktischen Foul die starken Südkoreaner aus, die gerade auf dem Weg zum Ausgleich waren. Eine Aktion, für die er seine zweite Verwarnung in diesem Turnier kassierte. Und die ihn das WM-Finale kostete und damit, wie Fußball-Profis immer wieder sagen, das größte Spiel der Karriere.
Ballack ist immer noch ein herausragender Fußballer
Der Michael Ballack 2010 ist nicht mehr die dominante Spieler-Persönlichkeit der WM-Turniere von 2002 und 2006. Aber Ballack ist, sofern er fit ist, und das hat er vergangene Saison beim europäischen Spitzenklub FC Chelsea bewiesen, immer noch ein herausragender Fußballer. Und damit auch ein Gewinn für die deutsche Nationalmannschaft, die in Südafrika auch ohne ihn mit attraktivem und offensivem lange Fußball überzeugen konnte.
Wird die junge Nationalelf mit Ballack jetzt noch besser und noch stärker? Das wird die EM-Qualifikation für das Turnier in Polen und in der Ukraine zeigen. Ballack muss sich nach der langen Verletzungspause wieder in Nationalmannschafts-Form und auf sein bekanntes wie geschätztes Leistungsniveau bringen. Für neuen Schwung und weiter forciertes Tempo im deutschen Spiel wird der bald 34 Jahre alte Ballack im defensiven Mittelfeld nicht mehr sorgen. Aber für Routine und Stabilität, die im verlorenen WM-Halbfinale gegen Spanien hilfreich hätten sein können.
Vielleicht klappt es ja dann 2012 tatsächlich mit dem EM-Titel. Es wäre der krönende wie verdiente Abschluss der Nationalmannschaftskarriere von Ballack. Einen unwürdigenden wie schleichenden Abgang, wie einst Lothar Matthäus, wünscht ihm niemand. Nach der EM kann dann endgültig die jüngere Garde aus Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger übernehmen. Sie haben sich zurecht in Position gebracht, Verantwortung übernommen. Sie haben bei der WM in Südafrika bewiesen, das sie eine Mannschaft anführen können und damit bewiesen, das in der Zeit nach der EM 2012 kein Führungsvakuum droht.

11:20
4x Deutscher Meister, 3x DFB-Pokalsieger, 3x Englischer Pokalsieger, 1x Englischer Meister, 3x Fußballer des Jahres, 4x im WM- und EM-Allstar-Team, um nur die wichtigsten Titel und Auszeichnungen zu nennen. Das nennst Du erfolglos? Wenn man keine Ahnung von Fußball hat, sollte man hier vielleicht nicht posten.
22:32
Ballack ist gut, hat aber keinen Erfolg, also bringts nichts
18:25
Besser hätte Löw nicht reagieren können. Dass Ballack derzeit noch fehlt, ist seinem Fitnesszustand geschuldet, anderenfalls würde Löw nie und nimmer auf den nach wie vor wichtigsten deutschen Spieler verzichten. Lahm kann nun in 2 Spielen zeigen, dass er der richtige für die Rolle als Kapitän ab Herbst 2012 ist. Beim nächsten Mal ist Ballack hoffentlich wieder dabei.
16:42
für mich is das die beste entscheidung, Ballack kann noch richtig gute spiele machen und Lahm hat ja immer noch zeit nach der EM!
16:40
@#30 ich nehme keine drogen, im gegensatz zu anderen leuten sehe ich nicht die notwendigkeit, mir selbst etwas irreales vorzugaukeln. für diejenigen hier, die irgendwelche paranoiden filme schieben, dass löw ballack stützen würde, obwohl er ihn nicht mehr haben will, wären drogen aber sicher eine gute erklärung.
14:38
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11:26
zu#29
was für Drogen hast du den genommen
02:47
ich versteh gar nicht, warum hier noch soviel diskutiert wird. ballack bleibt kapitän und wird wieder seine spiele für die nationalelf machen, mit dem programm, das leverkusen hat (buli, pokal, el) spielt der sich recht schnell wieder ein und kommt wieder in gute form. sonst würd bayer ihn auch nich den anderen vorziehen im dm, da haben die ja noch genug andere gute. und für die nationalelf reichts auch allemal noch, mit schweini hat er schon super harmoniert und das klappt auch wieder. solange ballack noch da is, steht er dann eben wieder vor khedira, der noch genug zeit hat und sich erstmal in madrid beweisen muss. und wenn ballack dann eben mal fehlt, is lahm seine vertretung. so hat löw das gesagt und so wirds kommen, warum sollte er plötzlich lügen? wär doch schwachsinn, sich selbst unglaubwürdig zu machen, er will erfolg mit dem team, genau wie alle anderen. aber scheinbar mögen viele ballack hier nich mehr, was sehr schade is, weil er viel für deutschland geleistet hat und noch einiges mehr leisten kann die nächsten 2 jahre. aber das scheint im fußball leider nich mehr zu zählen. und nur aus antipathie irgendwelchen quatsch zu erzählen, dass löw ballack eigentlich nich will, is ja lächerlich. wenn er ihn nich will, dann sagt er das auch so und fertig. is doch kein kindergarten. das grenzt ja hier an verschwörungstheorien, was viele leute so sagen.
02:34
Da haben die Medien wohl ganze Arbeit geleistet. Nun glauben die Leute, zwischen den Zeilen lesen zu müssen und damit die Worte, die tatsächlich gefallen sind, exakt ins Gegenteil verkehren zu müssen. Hat Löw nicht auch gesagt, Neuer stünde bei den ersten beiden EM-Qualispielen im Tor? Na, dann wird der wohl nie wieder ein Länderspiel bestreiten, klare Sache. Ich warte auf den Tag, an dem ein findiger Journalist Lionel Messi fragt, ob er sich vorstellen könne, beim FC Erzgebirge Aue zu spielen. Dann verneint er dies und Tausende strömen gespannt nach Aue, um einen Blick auf den neuen Superstar zu erhaschen. Denn eins ist ja klar: Wenn was gesagt wird im Fußball, bedeutet dies das exakte Gegenteil!
Sie merken wohl alle selbst nicht mehr, was für gequirlten Bockmist Sie von sich geben. Schütteln Sie Ihren Kopf ruhig noch etwas kräftiger, Blauundweiss, vielleicht nützt es was.
Wer sich jetzt noch berufen fühlt, gegen Tatsachen anzureden: Viel Spaß. Es gibt sicherlich genügend Therapeuten, die Ihnen mit Rat und Tat gegen ein gewisses Entgelt zur Seite stehen.
00:35
Der einzige Kommentator, der nicht zwischen den Zeilen lesen und damit verstehen kann, was Löw gesagt hat. Nicht schlecht... *kopfschüttel*