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Mekka der Skispringer

09.02.2010 | 14:30 Uhr

Willingen bleibt das Mekka der Skispringer. Die Euphorie bei den Fans nach dem deutschen Sieg war groß.

Zwei Tage lang herrschte eine ausgelassene Stimmung am Rande des Sauerlands. Erst der dritte Platz von Michael Neumayer im Einzelspringen, einen Tag später folgte die Krönung der deutschen Adler mit dem Sieg im Mannschaftsspringen beim Finale der FIS-Teamtour in Willingen.

Die "Echten Sauerländer" aus Hüsten gewannen den Köstumwettbewerb der WESTFALENPOST.

"Wir sind ein besonderer Ort mit einem Umland, wo Wintersport im Weltcup eigentlich so nicht üblich ist," resümierte Schriftführer Thomas Behle vom SC Willingen. "Die Fans haben für eine fantastische Party gesorgt. Willingen ist nicht eine von 150 Veranstaltungen im Sauerland, sondern eine ganz spezielle Veranstaltung mit einem riesengroßen Einzugsgebiet. Hier wird schon im Vorfeld viel für die gute Atmosphäre im Sport geleistet. Wir freuen uns, dass der Zuspruch immer wieder enorm ist." Ein ganz besonderer Aspekt war der Kostümwettbewerb der WESTFALENPOST. Die originellste und kreativste Gruppe stellten die "Echten Sauerländer" aus Hüsten.

Deutsche Adler mit breiter Brust

Auf der Großschanze gewannen Michael Neumayer, Pascal Bodmer, Martin Schmitt und Michael Uhrmann zum Abschluss den Team-Weltcup der FIS-Team-Tour mit 965,5 Punkten vor Norwegen 959,6 und einer jungen österreichischen Mannschaft (937,1), die wegen der Abreise zu den Olympischen Spielen auf Vortagessieger Andreas Schlierenzauer, Thomas Morgenstern und Andreas Kofler verzichtet hatten.

Mit breiter Brust zu Olympia nach Vancouver: Teamsieger Michael Neumayer.

Es war der erste deutsche Mannschaftssieg seit dem 8. Januar 2005 - ebenfalls in Willingen. Bundestrainer Werner Schuster und seine Adler dürfen nun mit breiter Brust zu den Olympischen Spielen nach Vancouver starten. Schuster: "Wir können das alles ganz gut einschätzen. Es herrscht große Freude, aber keine Euphorie. Es hätte schon mit dem Teufel zu gehen müssen, dass wir nicht auf dem Treppchen gelandeten wären. Auf dieser größten Großschanze sind die Norweger immer im Vorteil gewesen. Aber es ist für uns das Optimale herausgekommen. Wir waren ein Team. Auch der Ersatzmann hat sich in den Dienst der Sache gestellt."

Die Form vor Olympia stimmt

Michael Uhrmann (Deutschland) meinte: "Besser hätte es nicht laufen können. Wir haben die norwegischen Olympia-Springer geputzt, das gibt uns allen Selbstvertrauen. Das wollten wir uns auch holen. Es ist auch schön, wieder die deutsche Hymne zu hören. Die Form stimmt bei uns allen."

Hartwig Sellmann

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