Meier feiert Geburtstag mit einem Sieg im Rücken
21.09.2008 | 22:11 Uhr 2008-09-21T22:11:03+02003. LIGA. Düsseldorfer gewinnen in Aue mit 1:0. Schmitt löst Minkwitz in Stuttgart ab.
AUE. Die meisten Menschen feiern ihren 50. Geburtstag mit einer rauschenden Party. Norbert Meier verbrachte sein Jubiläum und auch den Tag danach bei Dienstreisen. "Zum Feiern hat man in meinem Job keine Zeit", meint der Trainer von Fußball-Drittligist Fortuna Düsseldorf. Was so ganz auch nicht stimmt. Denn zumindest am Samstagabend herrschte im Mannschaftsbus auf der langen Rückfahrt von Aue nach Düsseldorf feucht-fröhliche Stimmung. Meier spendierte Gerstensaft, denn seine Spieler hatten ihm zuvor aller Trainer liebstes Geschenk präsentiert: einen Sieg.
Eine Stunde lang in Überzahl
Wobei der 1:0-Erfolg beim FC Erzgebirge Aue mühevoll aber hochverdient war. Nach dem Platzverweis für Aues Mittelfeldspieler Steve Müller (31., grobes Foulspiel) spielten die Düsseldorfer über eine Stunde lang in Überzahl, erzielten aber erst drei Minuten vor dem Abpfiff das Siegtor. Der eingewechselte Neuzugang Ranisav Jovanovic traf per Kopf.
"Wir haben uns sehr schwer getan und wieder einmal bewiesen, dass man sich im Fußball gegen eine dezimierte Mannschaft nicht immer leicht tut", meinte Meier, der nach dem Abpfiff bei der Siegesfeier seiner Spieler auf dem Rasen zwar mittendrin aber nur passiv dabei war. Denn beim Abschlusstraining am Freitag im Zwickau hatte der Fortunatrainer sich eine schmerzhafte Wadenzerrung zugezogen.
Ein schmerzhaftes Erlebnis anderer Art erlebte gestern Stefan Minkwitz. Der Coach des noch sieglosen Tabellenletzten Stuttgarter Kickers wurde einen Tag nach dem 2:3 in Erfurt beurlaubt. Als Nachfolger präsentierten die Schwaben Edgar Schmitt, der zuvor beim VfR Aalen entlassen worden war.
Seine erste Niederlage erlebte Stefan Emmerling als Trainer von Kickers Emden. Mit dem 2:1-Sieg in Ostfriesland übernahm Zweitliga-Absteiger SC Paderborn die Tabellenspitze. Die Mannschaft von Pavel Dotchev feierte den vierten Dreier in Folge und ist wieder auf Aufstiegskurs. "Für uns bricht die Welt nicht zusammen", versicherte Emmerling, der trotz der Niederlage mit seinem Team als Tabellenzweiter weiter gut im Rennen liegt.
Seinen zweiten Saisonsieg und zugleich einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf feierte gestern der Wuppertaler SV mit dem 1:0 über Tabellennachbar Dynamo Dresden. (NRZ)

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