Mädels dürfen einen Tag auf der faulen Haut liegen
26.07.2010 | 16:56 Uhr 2010-07-26T16:56:00+0200
Bochum.Als Belohnung für den souveränen Einzug ins Halbfinale bei der Heim-WM hat DFB-Trainerin Maren Meinert den deutschen U20-Fußballerinnen Freizeit verordnet.
„Es gibt einen freien Montag, damit die Spielerinnen den Kopf frei bekommen“, sagte die 36-Jährige, „die nächste Trainingseinheit steht Dienstagmorgen an.“
Bereits am Sonntag durfte sich die deutsche Auswahl beim Musical „Starlight Express“ entspannen. Drei Tage vor dem Halbfinale gegen Südkorea am Donnerstag (15.30 Uhr, Eurosport live) in Bochum entschieden sich die meisten für eine Shopping-Tour im Einkaufszentrum in Oberhausen. „Ich glaube, da können die meisten Frauen gut Zeit verbringen“, sagte Innenverteidigerin Marith Prießen.
Andere nutzten die Zeit für Wellness. „Ein paar von uns legen lieber einen Beauty-Tag ein“, verriet Prießen. Ein wenig Körperpflege konnte angesichts der Spuren aus dem hart umkämpften Viertelfinale gegen Nordkorea (2:0) am Samstag nicht schaden. „Ich habe drei Salbenverbände bekommen“, sagte Prießen, die ein Dauergefecht mit der später des Feldes verwiesenen Choe Mi-Gyong austrug: „Ich finde, dass die ziemlich unfair gespielt haben. Aber wir haben gezeigt, dass wir auch damit klarkommen.“
Klarkommen muss die deutsche Mannschaft in der Runde der letzten Vier nach dem überraschenden Aus von Titelverteidiger USA (2:4 i.E. gegen Nigeria) nun mit der Bürde des Favoriten. „Diese Rolle können wir jetzt nicht mehr von uns weisen,“ sagte Meinert. Neben der DFB-Auswahl kämpfen in Südkorea, Nigeria und Kolumbien ausschließlich Halbfinal-Neulige um den Einzug ins Endspiel.
Dass es auf dem Weg zum großen Happy End des kleinen Sommermärchens nach Nord- nun gegen Südkorea (3:1 gegen Mexiko) geht, empfindet Meinert als Vorteil: „Dass es in dieser Reihenfolge passiert, hilft. Südkorea spielt ähnlich, nur nach vorne ein bisschen kreativer.“
Am Dienstagabend bittet die Trainerin ihre Schützlinge noch zur Analyse, doch erste Gegnerstudien sind auch persönlich möglich: Am Montag bezog die Mannschaft Südkoreas im Teamhotel der Deutschen unweit des Ruhrstadions Quartier. SID

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