Zu früh gejubelt: Silber für Graczyk
08.02.2012 | 17:57 Uhr 2012-02-08T17:57:00+0100
Berlin/Witten.Der Trip in die Bundeshauptstadt hat sich allemal gelohnt für Judoka Nicki Graczyk: Beim U20-Ranglistenturnier in Berlin belegte der schon in der Bundesliga bei der Sport-Union Annen mit Erfolg eingesetzte Sauerländer den zweiten Platz.
„Das war für mich das zweite Ranglisten-Turnier der neuen Saison - und natürlich bin ich hochzufrieden mit meinem Ergebnis“, so Graczyk, der sein Erststartrecht für seinen Heimatclub Kodokan Olsberg hat. In Berlin bestritt der Youngster in der 60-kg-Kategorie insgesamt fünf Kämpfe, gewann davon vier. „Drei habe ich mit meiner besten Boden-Technik entschieden, einen mit einem Armhebel“, so Graczyk zum Turnierverlauf.
Im Halbfinale lieferte er sich einen packenden Vergleich mit Manuel Scheibel vom TSV Abensberg (Bayern) - nach Ablauf der Kampfzeit lag Nicki Graczyk mit Yuko in Front, hatte damit das Endkampf-Ticket in der Tasche. Hier traf der Olsberger auf seinen Dauerrivalen Jörg Onufriev vom JC Eberswalde. „Ich hatte ihn eigentlich schon geworfen - er landete meiner Ansicht nach auf dem Rücken“, so Graczyk. Auch sein SUA-Trainer Stefan Oldenburg hatte schon jubelnd die Arme in die Höhe gerissen - doch der Mattenleiter entschied anders, ließ weiterkämpfen. Wenig später dann setzte Onufriev seinerseits einen Wurf an - und beendete das Duell per Ippon. Keine Frage, dass bei Graczyk die Enttäuschung förmlich greifbar war. „Auch im letzten Jahr beim Turnier in Mannheim hab’ ich schon das Finale gegen ihn verloren“, so der U20-Junior, der nun bei der DM im März in Frankfurt/Oder Revanche nehmen will.
Auch Christopher Köllner nahm am Ranglistenturnier teil, scheiterte aber in der 66-kg-Klasse nach dem Erreichen der Zwischenrunde.
0mitdiskutieren