Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Triathlon - Bundesliga

"Witten war mein Wunschverein"

27.09.2009 | 22:53 Uhr
"Witten war mein Wunschverein"

Der Deutsche Triathlon-Meister Thomas Springer spricht im Interview über seinen Wechsel zum "asics Team" und seine Ziele für die nahe Zukunft

Für einen 24-Jährigen hat Triathlet Thomas Springer schon eine Menge erlebt. Sportliche Erfolge wie den Vize-Europameistertitel bei den Junioren 2003 und einige internationale Top-Fünf-Platzierungen, aber auch regelmäßige Rückschläge, darunter die Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber 2005, die seine Karriere fast beendet hätte. Zwar ist der Mann aus Halle an der Saale auch in der Folgezeit nicht frei von körperlichen Malaissen geblieben, doch seit 2006 hat er sich kontinuierlich wieder in die nationale und internationale gearbeitet, was er mit dem Titel des Deutschen Meisters 2009 eindrucksvoll dokumentierte. Sein Debüt in der neuen WM-Serie musste er dann allerdings wieder krankheitsbedingt absagen.

2010 wird Springer in der Triathlon-Bundesliga für das „asics Team” Witten an den Start gehen. Im Interview spricht er über die Gründe nach Witten zu wechseln, seine Gesundheit und die Einstellung zum Triathlonsport.

Hallo Thomas Springer, wie sieht Ihre körperliche Verfassung aktuell aus?

Ich fühle mich recht gut, danke. Ich schaffe die Umfänge im Training und alles läuft bestens.

Stehen denn noch Wettkämpfe 2009 an?

Ja, ich werde Ende Oktober noch ein paar Rennen bestreiten, unter anderem den Europacup in Alanya. Das habe ich zusammen mit meinem Trainer Louis de Lahaye so geplant, um die Wettkampfpause nicht allzu lang werden zu lassen.

Im nächsten Jahr werden Sie auch ein paar Bundesliga-Rennen im Dress des Asics TEAM Witten absolvieren. Warum sind Sie an die Ruhr gewechselt?

Man kann schon sagen, dass Witten mein Wunschverein ist. Das Asics TEAM ist eine harmonisch gewachsene Mannschaft und menschlich passt da alles gut zusammen. Ich kenne die Athleten alle auch recht gut und freue mich besonders, mit meinem langjährigen Freund Christian Prochnow in einem Team starten zu können. Aber auch mit Sebastian Rank, Matthias Zöll, Kris Gemmell oder James Seear komme ich seit Jahren gut aus. Der Wohlfühlfaktor ist für meine Leistung enorm wichtig und den werde ich in Witten haben.

Wie ist denn der Kontakt zustande gekommen?

Der besteht schon eine ganze Weile, denn Richard Gutt hat meine Laufbahn nahezu komplett miterlebt, beginnend mit dem zweiten Platz bei der Junioren-EM 2003. Und Halle, mein Stammverein, hat ja auch einmal zusammen mit Witten eine Bundesliga-Saison bestritten. Da bin ich als 18-Jähriger schon unter Teamchef Gutt an den Start gegangen. Vor einem Jahr hat er mich dann wegen des Bundesliga-Teams angesprochen, aber da stand ich noch in Buschhütten unter Vertrag. Jetzt lief dieser aus, und wir haben uns wieder zusammengesetzt und eine Einigung erzielt.

Mit Buschhütten haben Sie 2009 den Mannschaftstitel gewonnen. Das Ziel kann jetzt eigentlich nur die persönliche Titelverteidigung sein.

Thomas Springer nach seinem Zieleinlauf bei der DM am Schliersee.

Natürlich ist es mein Ziel, den Deutschen Mannschaftsmeistertitel zu behalten beziehungsweise ihn zurück nach Witten zu holen. Die Mannschaft ist auch stark genug dafür. Ich denke auch, dass Witten in diesem Jahr Meister geworden wäre, wenn nicht Claude Eksteens Missgeschick in Gladbeck passiert wäre.

Und wie sehen die internationalen Zielsetzungen aus?

Das sehe ich recht locker. Ich bin nicht im DTU-Kader und werde einfach versuchen, mit guten Resultaten auf mich aufmerksam zu machen. Durch die teilweise langwierigen Krankheiten in der Vergangenheit bin ich da wesentlich entspannter geworden. Diese Einstellung wirkt sich übrigens auf mein Training und meine Leistungen auch sehr positiv aus.

Redaktion

Empfehlen
Kommentare
Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/249854/create

Aktuelle Fotos und Videos
Aktive Grundschüler
Bildgalerie
Powerkids
Handball-Qualifikation
Bildgalerie
Dritter Platz
Aufstieg im Dreierpack
Bildgalerie
Jugendfußball
Entscheidung !
Bildgalerie
Qualifikation
Aus dem Ressort
Olympia ade: Rank nach Absage frustriert
Triathlon - WM-Serie
Das war ein schwerer Rückschlag für Sebastian Rank (Stadtwerke-Team TG Witten). Das Triathlon-Ass aus Rostock musste am Freitagabend seine Teilnahme am Weltmeisterschafts-Rennen in Madrid wegen einer Erkrankung absagen - damit ist auch die Olympia-Qualifikation kein Thema mehr für den 26-Jährigen.
SVH-Planung schreitet voran
Fußball - Landesliga
Zwölf Punkte sind noch zu vergeben in der Fußball-Landesliga - und zumindest Rang vier liegt für den SV Herbede, der am Montag (15 Uhr, Herbeder Sportplatz) den Hombrucher SV zu Gast hat, durchaus noch im Bereich des Möglichen.