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Ringen - Junioren-DM

Visitenkarte im Großformat

22.02.2012 | 17:17 Uhr
Visitenkarte im Großformat
Blicken den Junioren-Meisterschaften entgegen: (von li.) KSV-Trainer Frank Weniger, Neuzugang Dennis Böddeker, Ufuk Canli, Tom Jacobs, Jugendtrainer Kurt Schroer; (unten von li.) Yves-Heiko Gies undMartin Tasev. Foto: Walter Fischer

Witten.Eigentlich könnte es jetzt schon losgehen für die Macher vom KSV Witten 07: Der „rote Teppich“ für die Deutschen Junioren-Meisterschaften im griechisch-römischen Stil, die der Club am 25./26. Februar in der Fritz-Husemann-Sporthalle ausrichten wird, ist quasi ausgelegt. „Wir sind so weit durch - nur noch ein paar Details sind zu klären“, sagt KSV-Vorsitzender Detlef Englich.

Nach alledem, was der Clubchef bislang feststellen konnte, „erfährt die Junioren-DM eine enorme Aufmerksamkeit - auch in den Medien“, freut sich Englich, dass selbst eine renommierte Nachrichtenagentur ihr Kommen zugesagt hat, ebenso ein Kamerateam vom WDR. In der „Aktuellen Stunde“ könnte am Samstagabend sogar direkt aus der Husemannhalle von den Halbfinalkämpfen berichtet werden. „Für uns geht es jetzt noch darum, die Halle entsprechend herzurichten. Ab Donnerstagabend können wir ‘rein und das auf den Weg bringen“, betont Detlef Englich. So ganz will er sich noch nicht in die Karten schauen lassen, spricht in Sachen Präsentation lediglich von „einigen sehenswerten Details. Schließlich soll das ja ein gutes Gesamtbild ergeben.“ Denn der KSV Witten will mit seiner Gastgeberrolle eine gute Visitenkarte abgeben für mögliche weitere Turniere in der Husemannhalle. „Für Wettbewerbe dieser Größenordnung ist sie geradezu prädestiniert. Wir werden auch in Zukunft vor allem unser Augenmerk auf die Turniere im Nachwuchsbereich legen. Bei den Senioren haben nun mal die großen Multifunktions-Sporthalle anderer Städte Vorteile“, weiß Englich.

Im Jahr 2002 organisierte der KSV letztmals eine Jugend-DM, war dann zum 100-jährigen Clubbestehen auch Gastgeber der Masters-DM. Jetzt also schauen die besten Junioren der Republik vorbei - herausragend dabei die Rolle der Ringer aus Baden-Württemberg, die aus gleich drei Landesverbänden kommen. „Im Vorjahr hat Südbaden die Länderwertung für sich entschieden“, so der KSV-Vorsitzende über die Dominanz der Ringer aus der Gegend um Freiburg und aus dem Schwarzwald. „Ringen“, so Englich, „gehört eben immer noch irgendwie zum Dorf.“ Die Ruhrstadt Witten ist da beinahe schon sowas wie die Ausnahme - die meisten Hochburgen dieses Sports finden sich in kleineren Orten.

Eröffnet werden die Meisterschaften am Freitag um 20 Uhr mit einem kleinen Festakt im „Haus Witten“. Dann ist auch Schirmherrin Sonja Leidemann (Wittens Bürgermeisterin) vor Ort, zudem eine mehrköpfige Delegation des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft. „Da gibt’s dann eine kleine Präsentation unsererseits und einen Imagefilm über die Gastgeberstadt Witten“, so Detlef Englich.

Gekämpft wird in den insgesamt acht Gewichtsklassen an den beiden Turniertagen (Samstag und Sonntag ab 9.30 Uhr) auf zwei nebeneinander aufgebauten Matten. „Dazu kommt eine Aufwärmmatte“, erklärt der KSV-Chef. Um es wirklich an nichts fehlen zu lassen, kann man das Geschehen auch vom Mattenrand auf großen Monitoren verfolgen. Zudem werden die aktuellen Resultate regelmäßig in der Halle ausgehängt. Erstmals zum Einsatz kommt ein Video-Team des DRB, das bei der so genannten „Challenge“ eingesetzt wird, der von Trainer bzw. Ringer verlangten Video-Überprüfung einer Kampfsituation. Damit auch wirklich keine Fragen offen bleiben.

Wie viele Zuschauer letztlich in Wittens gute Sportstube kommen werden, das kann Detlef Englich noch nicht mit Gewissheit sagen. „Ich denke aber schon, dass die Junioren-DM durchaus für Aufmerksamkeit sorgt.“

Oliver Schinkewitz

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