Vier Tore auf dem Silbertablett

Seyhan Cetinkaya (li.) und der TuS Heven unterlagen Erndtebrück II mit 2:4.
Seyhan Cetinkaya (li.) und der TuS Heven unterlagen Erndtebrück II mit 2:4.
Foto: FUNKE Foto Services
Auch gegen den TuS Erndtebrück II gab’s eine Niederlage für den TuS Heven - nach dem 2:4 wird die Lage im Liga-Keller immer bedrohlicher.

Heven.. TuS Heven 09 -
TuS Erndtebrück II 2:4 (0:3)

TuS: Wirges; Krickhahn, Cetinbag, Nyenhuis, Günzel (46. Ayar), Kasumi (77. Kayabasi), Cetinkaya, Mustic (46. Rocha Martinez), Kiral, Thume, Abou-Saleh.
Schiedsrichter: Lars Lehmann (Iserlohn).
Zuschauer: 100.

Torfolge: 0:1 Attiee (21.), 0:2 Leicher (44.), 0:3 Öncü (45.), 1:3 Abou-Saleh (58.), 2:3 Ayar (59.), 2:4 Mayer (61.).

Eine über weite Strecken ganz schwache Vorstellung lieferte der TuS Heven 09 am Ostermontag gegen den TuS Erndtebrück II ab. Gleich vier „Eier“ legten die Wittgensteiner dem Gastgeber ins Netz - letztlich war die Mannschaft von Trainer Mark Heinrich, die weiterhin auf einem Abstiegsrang verbleibt, mit dem 2:4 (0:3) sogar noch ganz gut bedient.

Gegen die Zweitvertretung der Erndtebrücker, die im gesicherten Mittelfeld platziert ist, begann der TuS Heven mit der gleichen Elf wie in der Vorwoche in Iserlohn. Vorgenommen hatten sich die Platzherren eine ganze Menge - doch schon in den ersten Minuten wirkte die Heinrich-Elf in der Hintermannschaft sehr unsicher, Fehler reihte sich an Fehler. Die Gäste hatten es nicht schwer, teils unbehelligt durch die Hevener Hälfte zu marschieren. Beim 20-Meter-Schuss von Özgür Öncü hatte TuS-Keeper Kevin Wirges noch Glück, als der Ball an die Latte klatschte.

Heven kam überhaupt keinen Zugriff auf die Partie, Volkan Kiral und Demir Mustic liefen den Bällen meist nur hinterher. In der 21. Minute dann die verdiente Führung der Gäste - begünstigt durch das bescheidene Abwehrverhalten der Wittener: Statt konsequent zu klären, ließ man einen Erndtebrücker flanken - sehenswert hechtete Abbass Attiee in den Ball, köpfte das 1:0. In der 33. Minute gab’s das einzige „Lebenszeichen“ der Hevener Offensive, doch Kirals 25-Meter-Schuss verfehlte den Kasten doch deutlich.

Kurz vor dem Seitenwechsel folgte dann ein gut 60-sekündiger Tiefschlaf der Abwehrreihe des Tabellen-14. - Erndtebrück konnte gar nicht anders, als diese Einladungen dankend anzunehmen. Zunächst nahm Sascha Leicher aus 24 Metern perfekt Maß, traf wunderschön zum 2:0 (44.), nur eine Zeigerumdrehung später vergaß man offenbar den frei stehenden Öncü, der mühelos per Kopf den 3:0-Pausenstand besorgte.

„Wenn man die Liga halten will, dann muss von allen mehr kommen. Wir haben Erndtebrück die Tore förmlich geschenkt - so darf man nicht verteidigen“, wetterte Mark Heinrich nach der Partie. Immerhin raffte sich sein Team zu Beginn der zweiten Hälfte noch einmal auf, warf jetzt alles nach vorne. Und siehe da: Binnen 60 Sekunden traf auch Heven doppelt. Zunächst netzte Ali Abou-Saleh nach Doppelpass mit Kiral (58.), dann traf der für den enttäuschenden Mustic zur Pause eingewechselte Ismail Ayar nach verunglücktem Schussversuch von Kiral zum 2:3 (59.). Alle Hoffnung jedoch war alsbald wieder zerschlagen, als man Erndtebrück ungehindert über links angreifen ließ - in der Mitte bedankte sich Andreas Mayer mit einem trockenen Flachschuss zum 4:2 (61.). Damit war die Partie für die Platzherren gelaufen.

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