TuS-Trainer muss wieder tüfteln

Beherzt in die Zweikämpfe muss Hevens Maximilian Günzel (li.) auch am Sonntag gehen.
Beherzt in die Zweikämpfe muss Hevens Maximilian Günzel (li.) auch am Sonntag gehen.
Foto: Fischer / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Im Hinspiel kassierte der TuS Heven eine 0:5-Abfuhr gegen den FC Iserlohn. Am Sonntag im Sauerland will man sich rehabilitieren.

Heven..  Kaum gibt’s zumindest mal wieder einen sportlichen Teilerfolg für Westfalenligist TuS Heven 09, schon muss das Team mit dem nächsten Nackenschlag klarkommen. Zwei ganz wichtige Akteure werden am Sonntag (15 Uhr) in der Partie beim FC Iserlohn fehlen - einer davon sogar noch für einige Wochen mehr.

Gerade mal eine halbe Stunde war gespielt in der Partie gegen die DJK TuS Hordel (3:3), da stürzte Hevens Flügelflitzer Maik Knapp so unglücklich auf die rechte Hand, dass er sich den linken Finger brach. Und das gleich so kompliziert, dass er Anfang der Woche operiert werden musste. „Das Gelenk wurde mit Drähten fixiert - in ein paar Wochen folgt eine weitere Operation“, sagt TuS-Trainer Mark Heinrich betrübt. Damit dürfte der Offensivspieler insgesamt wohl gut sechs Wochen ausfallen - eine herbe Schwächung für die sportlichen Ambitionen der Blau-Weißen.

Doch nicht nur Knapp muss am Sonntag im Iserlohner Hemberg-Stadion passen. Auch Ismail Ayar, in der Winterpause von Westfalia Herne zum Haldenweg gewechselter Mittelfeldspieler, legt eine Zwangspause ein. Grund dafür ist eine Bänderdehnung sowie ein Teilabriss des Außenbandes im Sprunggelenk. „Am Sonntag geht’s auf keinen Fall - vielleicht dann nächste Woche“, so Heinrich, der demnach auch auf der rechten Seite einen Außenspieler verliert.

Immerhin sind in der Partie gegen den Tabellensiebten zwei erfahrene Hevener Akteure wieder an Bord. Mittelfeld-Regisseur Volkan Kiral hat seine Rot-Sperre abgesessen, soll nun wieder die Fäden in der Zentrale ziehen. Aus dem Urlaub zurückgekehrt ist ferner Tim Krickhahn, der gleich wieder in die erste Elf rutscht. „Er wird hinten rechts beginnen, Kevin Thume rückt eine Position nach vorne“, so Mark Heinrich zu den taktischen Veränderungen. Auf dem linken Flügel wird wohl Ali Abou-Saleh zum Einsatz kommen, der schon nach seiner Einwechselung gegen Hordel für Belebung sorgte.

Bloß kein erneuter Fehlstart

„Am Sonntag muss ich vor allem unsere erfahrenen Spieler in die Pflicht nehmen“, erklärt der Hevener Coach. Akteure wie eben Kiral, David Nyenhuis, Özgür Cetinbag oder Keeper Kevin Wirges müssen vorangehen, damit es vielleicht im Sauerland was zu holen gibt. Im Hinspiel setzte es zwar gegen die Iserlohner eine deftige 0:5-Klatsche, doch aktuell quälen auch die Mannschaft von Trainer Christian Hampel personelle Probleme. Zuletzt kassierte der FCI eine 1:2-Niederlage gegen Hevens Abstiegsrivalen SV Horst-Emscher 08. „Danach hat der Trainer wohl eine deftige Ansprache gehalten. Wir müssen davon ausgehen, dass die Iserlohner mit einiger Wut im Bauch beginnen werden“, so Heinrich.

Ein krasser Fehlstart wie zuletzt gegen Hordel, als es nach wenigen Minuten 0:2 hieß, sollte den Wittenern nicht noch einmal passieren. „Das müssen wir auf jeden Fall verhindern. Vielleicht ist Iserlohn ein wenig verunsichert - sowas müssten wir dann mal nutzen“, führt Hevens Trainer aus.