TuS Heven zieht den Kürzeren
17.02.2012 | 21:47 Uhr 2012-02-17T21:47:00+0100
Heven. Das ganz große „Feuerwerk“ brannte beim hoch gelobten Spitzenreiter der Westfalenliga letztlich nur dessen Publikum in Form von Pyrotechnik auf der Tribüne des Stadions am Haldenweg ab. Ansonsten war das, was die SG Wattenscheid bei ihrem 2:1 (2:1)-Erfolg über den TuS Heven 09 zeigte, eher noch Schonkost.
TuS Heven 09 -
SG Wattenscheid 091:2 (1:2)
TuS: Weusthoff; Krickhahn, Heinrich, Cetinbag, Witt, Kasumi (78. Abou-Saleh), Lorenzen, Kiral (84. Banulla), Knapp, Nour, Doric (61. Mudric).
Schiedsrichter: Marcel Neuer (FC Schalke 04).
Zuschauer: 850.
Torfolge: 1:0 Besim Kasumi (21.), 1:1 Sven Preissing (38.), 1:2 Milko Trisic (43.).
Das ganz große „Feuerwerk“ brannte beim hoch gelobten Spitzenreiter der Westfalenliga letztlich nur dessen Publikum in Form von Pyrotechnik auf der Tribüne des Stadions am Haldenweg ab. Ansonsten war das, was die SG Wattenscheid bei ihrem 2:1 (2:1)-Erfolg über den TuS Heven 09 zeigte, eher noch Schonkost.
Offenbar hatte die Fehleranalyse des Gastgebers nach dem letzten Testspiel Wirkung gezeigt - oder aber die Hevener waren schon da mit den Gedanken beim Topspiel gegen den Liga-Primus aus der Nachbarschaft. Denn die Mannschaft von Trainer Hansi Bruch zeigte ein beherztes Spiel gegen die mit sieben Punkten Vorsprung führenden Wattenscheider, deren Fans schon jetzt vom Aufstieg in die Regionalliga träumen und das lauthals kundtaten.
Es entwickelte sich vom Anpfiff weg ein dynamisches Spiel mit viel Tempo - und den ersten guten Gelegenheiten für die vom zahlreichen Anhang begleiteten Wattenscheider. Doch nach einer guten Viertelstunde ebbte die erste Angriffswelle der SG ab - und auch Heven kam zu ersten guten Vorstößen. Und siehe da: In der 21. Minute nutzte Besim Kasumi mit dem zweiten Torschuss der Blau-Weißen aus rund 18 Metern die Chance und traf zum 1:0.
„Das war zu dem Zeitpunkt sicherlich überraschend, weil Wattenscheid anfangs viel Druck aufgebaut hat“, so Hevens Coach Hansi Bruch nach der Partie. Er sah in Abschnitt eins ein verteiltes Spiel, in dem TuS-Keeper Marvin Weusthoff nach 29 Minuten per Fuß gegen Vaidas Rocys grandios parierte. Zwei Minuten später rauschte ein 18-Meter-Freistoß von Hevens Maik Knapp nur hauchdünn über die Latte des SG-Tores.
Dass man sich gegen die pfeilschnell umschaltenden Gäste jedoch keinen Fehler erlauben darf, wurde in der 38. Minute offenkundig. Heven war auf der linken Seite zu nachlässig, SG-Akteur Sven Preissing stand im Strafraum das nötige Glück zur Seite, als ihm der Ball im Zweikampf genau in den Lauf fiel - aus zwölf Metern jagte er die Kugel unhaltbar zum 1:1 ins linke obere Eck. Damit nicht genug, legte Wattenscheid noch vor der Pause nach. In der 42. Minute verbaselte der wieder oft zu eigensinnige Volkan Kiral den Ball - Serafettin Sarisoy spielte steil in den Lauf von Milko Trisic, der aus 14 Metern zum 2:1-Pausenstand einlochte.
Auch wenn der Tabellenführer nach dem Wechsel eher abwarten agierte, hatte er noch immer die besseren Gelegenheiten. Doch Marvin Weusthoff war gegen Trisic (47.), überragend gegen David Zajas (57.) und auch gegen Ridvan Güleryüz (79.) auf dem Posten, so dass es beim knappen Rückstand blieb. Der TuS Heven hatte zwar noch Schusschancen durch Volkan Kiral (52.), Maik Knapp (77.) und Stephen Lorenzen (85.), doch letztlich fehlte es der Bruch-Elf an Durchschlagskraft im Angriff. Das Fehlen eines kantigen Angreifers wie David Nyenhuis war für die Hausherren nicht zu kompensieren. „Der Wattenscheider Sieg geht in Ordnung - das war sicher verdient“, so Bruchs Fazit.
12:24
Pyrotechnik!!! Warum schreit hier nicht einer sofort nach Statdionverbot, Geldstrafe ,Scheiterhaufen oder Kreuzigung:-)