TuS Heven zeigt zwei Gesichter

Kevin Wirges (re.) versuchte die Niederlage des TuS Heven zu verhindern, konnte gegen die beiden Treffer des 1. FC Kaan-Marienborn aber auch nichts ausrichten.
Kevin Wirges (re.) versuchte die Niederlage des TuS Heven zu verhindern, konnte gegen die beiden Treffer des 1. FC Kaan-Marienborn aber auch nichts ausrichten.
Foto: Fischer / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Eine richtig gute erste Halbzeit reichte dem TuS Heven nicht - am Ende setzte es ein 1:2 (1:0) beim 1. FC Kaan-Marienborn.

Siegen.. 1. FC Kaan-Marienborn -
TuS Heven 09 2:1 (0:1)

TuS: Wirges; Thume, Haarmann, Cetinbag, Günzel (47. Mustic), Kasumi, Basalan (78. Golm), Ayar (71. Yilmaz), Peci, Knapp, Abou-Saleh.

Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki.
Torfolge: 0:1 Peci (29.), 1:1 Scheld (57.), 2:1 Noll (63.).

Eine Halbzeit lang sah es danach aus, als könne der TuS Heven 09 beim 1. FC Kaan-Marienborn für eine faustdicke Überraschung sorgen. Die Wittener spielten wie aus einem Guss, lagen verdientermaßen in Front und hatten sogar reichlich Chancen, nachzulegen. Dann aber brachen die Blau-Weißen ein und mussten sich mit 1:2 (1:0) geschlagen geben.

Auch ohne den weiterhin verletzten David Nyenhuis, der vielleicht in der nächsten Woche beim Heimspiel gegen Brünninghausen sein Comeback feiern wird, und ohne Mittelfeldmotor Volkan Kiral hinterließen die Hevener in den ersten 45 Minuten einen glänzenden Eindruck. „Das war eine überragende Halbzeit von uns - die Mannschaft hat sich komplett an die Marschroute gehalten und Kaan-Marienborn klar dominiert“, so Coach Mark Heinrich.

Folgerichtig gingen die Wittener nach 29 Minuten durch einen schönen 16-Meter-Schuss aus der Drehung in Führung - Fitim Peci krönte damit seine gute Leistung. Wären die Hevener im Abschluss ein wenig konsequenter gewesen, hätten sie durchaus schon die Weichen auf Sieg stellen können - doch abermals Peci sowie Maik Knapp und Ali Abou-Saleh ließen einige gute Gelegenheiten aus.

„Ich habe den Jungs in der Pause gesagt, sie sollen genau so weitermachen“, betonte der zum Saisonende aus seinem Traineramt scheidende Heinrich (siehe nebenstehenden Bericht). Doch offensichtlich hatten seine Schützlinge da nicht genau genug hingehört und wurden prompt nachlässig. „Nach der Pause haben alle einen Schritt weniger gemacht - sie dachten wohl, das ginge jetzt von alleine.“

Kaan-Marienborn musste sich gar nicht allzu sehr mühen, um bald die Oberhand zu bekommen. Es sprach für die Qualität der Platzherren, dass sie aus den wenigen sich bietenden Chancen nun beinahe das Optimum herausholten. In der 57. Minute gab’s einen Freistoß aus 18 Metern für die Siegerländer, den Scheld kunstvoll im oberen Tordreieck unterbrachte - 1:1. Nur sechs Zeigerumdrehungen später war es wieder eine Standardsituation, die die Partie vollends drehte: Diesmal traf Noll aus knapp 30 Metern (der wuchtig getretene Ball war noch leicht abgefälscht) zur 2:1-Führung, die Kaan-Marienborn letztlich zum Sieg reichte. „Über die Leistung in der zweiten Hälfte bin ich schockiert“, stellte Heinrich frustriert fest.