TuS Heven mit defensiver Strategie

Yunus-Emre Basalan (vorne re.) durfte zuletzt als Joker für Heven ran.
Yunus-Emre Basalan (vorne re.) durfte zuletzt als Joker für Heven ran.
Foto: Oliver Schinkewitz
Was wir bereits wissen
Sechs Punkte Rückstand auf den rettenden 13. Platz - da wird der TuS Heven auch vom heimstarken 1. FC Kaan-Marienborn etwas mitnehmen müssen.

Heven..  Gibt es noch Hoffnung im Abstiegskampf der Westfalenliga für den TuS Heven 09? Fünf Spieltage vor dem Saisonende hat die Mannschaft von Trainer Mark Heinrich sechs Zähler Rückstand aufs rettende Ufer sowie das weitaus schlechtere Torverhältnis als der Tabellen-13. Kirchhörder SC. Es müssen also noch einige Siege her bis zum Saisonende - möglichst auch einer am Sonntag (15 Uhr) beim 1. FC Kaan-Marienborn.

Das allerdings dürfte für die Wittener eine Mammutaufgabe werden, „denn Kaan-Marienborn kann man sicher nicht mit Hombruch vergleichen“, so Heinrich. Zwar polierte der jüngste 4:3-Erfolg bei den Dortmundern das angeknackste Selbstvertrauen ein wenig auf, doch die Siegerländer gehören zu den heimstärksten Teams der Liga, haben auf eigenem Platz erst einmal verloren.

Gleichwohl haben die Hevener gute Erinnerungen an den Sportplatz im Breitenbachtal. „Da sind wir damals in die Oberliga aufgestiegen - vielleicht hilft das ja als gutes Oman“, so der TuS-Coach. Im Hinspiel jedoch gingen die Blau-Weißen gegen den aktuellen Tabellensiebten, der bislang erst vier Partien verloren hat (weniger als Spitzenreiter TSV Marl-Hüls), mit 1:5 förmlich unter. „Aber gutzumachen haben wir ja gegen viele Mannschaften einiges, wenn ich an die erste Serie zurückdenke.“

Zuletzt machte das Gerücht die Runde, der TuS Erndtebrück würde seine Zweitvertretung aus der Westfalenliga zurückziehen, falls es der ersten Mannschaft gelingen sollte, den Sprung in die Regionalliga zu schaffen. Dann würden nur noch zwei Teams absteigen. Also neue Hoffnung für den TuS Heven? Eher nicht, denn aus dem Siegerland kam unter der Woche umgehend das Dementi. Erndtebrück wolle in Sachen Westfalenliga-Etat zwar „abspecken“, das Team aber durchaus in der Klasse halten.

„Es wird nicht einfach, da am Sonntag was zu holen“, ist sich Mark Heinrich der Schwere der Aufgabe vollauf bewusst. Zuletzt gewann Kaan-Marienborn mit 3:0 beim SV Horst-Emscher, hat die Saison also noch lange nicht zu den Akten gelegt. Insofern müssen sich die Hevener wirklich auf einen heißen Tanz auf dem Kunstrasenplatz einstellen. „Wir werden wohl etwas defensiver agieren als zuletzt“, kündigte Heinrich an. Entwarnung gab’s bei Volkan Kiral: Der Mittelfeldspieler, der in Hombruch noch ausgewechselt werden musste, kann am Sonntag spielen.

Ebenfalls mit dabei ist nach seiner Sperre erstmals wieder Kevin Thume, der wohl den Platz von Seyhan Cetinkaya (Urlaub) einnehmen dürfte. Weiterhin ausfallen wird auch David Nyenhuis, dessen Sprunggelenk Probleme bereitet. Insofern setzt Heven auf seine Konterspezialisten Maik Knapp, Ismail Ayar und Fitim Peci.