TuS Heven lebt noch

Auf dem rechten Hevener Flügel kam Ismai Ayar (2. von li.) diesmal nicht so gut zur Geltung.
Auf dem rechten Hevener Flügel kam Ismai Ayar (2. von li.) diesmal nicht so gut zur Geltung.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Mit 1:2 lag der TuS Heven in Hombruch bereits hinten, drehte die Partie in der zweiten Hälfte aber noch und gewann mit 4:3.

Dortmund.. Hombrucher SV -
TuS Heven 09 3:4 (1:1)

TuS: Wirges; Cetinkaya, Cetinbag, Kasumi, Haarmann, Mustic (57. Yilmaz), Kiral (39. Basalan), Peci (57. Golm), Abou-Saleh, Knapp.
Torfolge: 0:1 Kiral (12.), 1:1 (32.), 2:1 (57.), 2:2, 2:3 Abou-Saleh (70., Foulelfmeter; 76.), 2:4 Yilmaz (85.), 3:4 (90.+2).

Ein ganz wichtiges Lebenszeichen hat der TuS Heven mit dem 4:3 (1:1)-Erfolg beim Hombrucher SV von sich gegeben. Dabei drehten die personell wieder gebeutelten Wittener einen 1:2-Rückstand um, waren erst in der zweiten Hälfte klar das bessere Team.

Auf David Nyenhuis (Sprunggelenk) musste Heven verzichten - dafür war Volkan Kiral von Beginn an dabei und traf gleich nach zwölf Minuten aus 20 Metern zum 1:0. Das aber gab offenbar nicht genug Sicherheit, die TuS-Abwehr hatte gewaltige Abstimmungsprobleme. Die Folge war das 1:1 von Yannis Schwarze (32.). „Wir konnten von Glück reden, zur Pause nicht hinten zu liegen“, so Trainer Mark Heinrich. Den Rückstand gab’s dennoch: In der 47. Minute köpfte Michael Sievers völlig blank nach einem Freistoß ins kurze Eck - 2:1.

Heven, das kurz vor der Pause auch Kiral wegen einer Blessur ersetzen musste, änderte jetzt die Spielweise, strich die vielen nutzlosen langen Bälle aus dem Offensiv-Konzept. Was den TuS zusätzlich anstachelte, war eine widerliche Spuck-Attacke von HSV-Akteur Eduardo Cusano gegen Maik Knapp - das Schiedsrichter-Gespann hatte freundlich weggeschaut (57.).

Nach einem derben Patzer der Gastgeber wurde TuS-Joker Kadir Yilmaz im Strafraum gefoult - klarer Strafstoß, Ali Abou-Saleh verwandelte zum 2:2 (70.). Heven bekam jetzt Oberwasser, legte nach schulmäßigem Konter über Maik Knapp abermals durch Abou-Saleh auch das 3:2 nach (76.). Wiederum nach Vorarbeit des jetzt kaum zu bändigenden Knapp erhöhte Yilmaz mühelos aus 4:2 gegen einen nun sehr anfälligen Gegner (85.). Erst in der letzten Minute der Nachspielzeit verkürzte Hombruch durch Durim Feta auf 3:4. „Wichtig waren allein die drei Punkte“, atmete Trainer Mark Heinrich kräftig durch.