TuS Heven lauert auf seine Chance

Hevens Tim Krickhahn (vorne) und Max Günzel (re.) hoffen auf Zählbares gegen Erndtebrück II.
Hevens Tim Krickhahn (vorne) und Max Günzel (re.) hoffen auf Zählbares gegen Erndtebrück II.
Foto: WAZ/FotoPool
Was wir bereits wissen
Raus aus dem Liga-Keller will der TuS Heven 09 - dazu wäre ein Erfolg gegen den TuS Erndtebrück II am Ostermontag ein guter Anfang.

Heven..  Ob es wirklich nur auf fremdem Geläuf so gar nicht klappen will für Westfalenligist TuS Heven 09? Die ersten beiden Gastspiele im neuen Jahr gingen jedenfalls verloren - damit stürzte der Wittener Club wieder ab auf einen Abstiegsplatz. Um den zu verlassen, müsste am Ostermontag (15 Uhr, Haldenweg) ein Sieg gegen den TuS Erndtebrück II her.

Keine Frage, es sind wichtige Wochen derzeit für die Hevener Fußballer. Und das bei einem knüppelharten Programm - die Gegner werden keineswegs leichter. „Wir müssen zusehen, dass wir gegen Erndtebrück zu Hause was mitnehmen, denn dann kommen noch mal ganz schwere Aufgaben“, sagt Trainer Mark Heinrich. Ehe es in die Duelle mit den Meisterschafts-Kandidaten DSC Wanne-Eickel (12. April) und TSV Marl-Hüls (19. April) geht, wollen die Blau-Weißen ihr Punktekonto schon noch ein wenig aufbessern.

Denkbar erscheint das gegen die Erndtebrücker Reserve durchaus, denn die steht jenseits von Gut und Böse mit aktuell 30 Zählern auf Rang acht im sicheren Mittelfeld, hat weder mit Auf- noch mit Abstieg irgendwas zu schaffen. „Das Spiel der ersten Mannschaft von Erndtebrück gegen Gütersloh in der Oberliga wurde aber abgesagt - daher muss man sehen, ob die Reserve Verstärkung von oben bekommt“, erwartet der Hevener Coach eine Gäste-„Wundertüte“.

„Erndtebrück hat eine sehr robuste Truppe, die vor allem hinten sehr gut steht“, so Heinrich. Dafür sind die Kicker aus dem Wittgensteiner Land in Sachen Offensive eher zurückhaltend, haben bislang erst 27-mal genetzt. In der Fremde hat Erndtebrücks „Zweite“ zudem erst dreimal gewonnen (u. a. in Horst-Emscher sowie in Langscheid/Enkhausen).

„Wir sollten zu Hause unsere Punkte holen. Unter der Woche haben wir noch einmal versucht, der Truppe eine gewisse Sieger-Mentalität einzutrichtern“, berichtet Mark Heinrich. Die Stimmung sei aktuell richtig gut, wozu auch der Teamabend mit Pizza und Co. am Donnerstag gewiss beitrug. „Dass wir gegen Erndtebrück wieder zu Hause auf unserem gewohnten Kunstrasen spielen, sollte der Mannschaft zusätzlich Selbstvertrauen geben“, so der Coach.

Ayar kehrt in den Kader zurück

Generell werde sich am Spielsystem der Hevener, die weiterhin den drittletzten Tabellenplatz belegen, kaum etwas ändern. „Hinten müssen wir sicher stehen und dann schnell umschalten und auf unsere Chancen lauern“, erklärt der 28-Jährige. Personell ist der TuS Heven gut aufgestellt - lediglich Maik Knapp muss mit seinem gebrochenen Finger weiter aussetzen. Dafür ist Ismail Ayar wieder an Bord, wird aber vermutlich zunächst auf der Bank Platz nehmen. „An der Start-Elf von Iserlohn müssen wir ja nicht viel ändern“, sagt Heinrich.