TuS Heven gelingt Überraschung

Seinen zweiten Einsatz im Hevener Trikot hatte Diego Rocha Martinez (v.).
Seinen zweiten Einsatz im Hevener Trikot hatte Diego Rocha Martinez (v.).
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Eine starke Vorstellung bot Westfalenligist TuS Heven 09 beim 2:1-Sieg gegen die SG Wattenscheid 09. Der Trainer jedenfalls war hochzufrieden.

Heven.. TuS Heven 09 -
SG Wattenscheid 09 2:1 (1:1)

TuS: Wirges; Thume (70. Basalan), Cetinbag, Krickhahn, Cetinkaya, Kasumi (80. Golm), Mustic (85. Yilmaz), Kiral, Ayar (75. Rocha Martinez), Knapp, Abou-Saleh (85. Peci).
Torfolge: 0:1 Mbona (12.), 1:1 Kiral (17., Foulelfmeter), 2:1 Ayar (68.).

Das waren bemerkenswerte 90 Testspiel-Minuten, die der TuS Heven 09 gegen Regionalligist SG Wattenscheid 09 ablieferte. Nicht unverdient setzten sich die Wittener mit 2:1 (1:1) durch, feierten ihren dritten Sieg im dritten Vorbereitungsspiel - das sollte allemal Rückenwind für die kommenden Wochen geben.

„Das sah richtig gut aus. Wir haben erstmals mit der Mannschaft gespielt, die schon ganz nah an unserer Start-Elf fürs erste Meisterschaftsspiel in Hassel sein dürfte“, erklärte Trainer Mark Heinrich im Anschluss an die Begegnung. Lediglich David Nyenhuis, derzeit gesundheitlich ein wenig angeschlagen, stand am Dienstagabend bei frostigen Temperaturen nur am Spielfeldrand, schaute aber ebenso begeistert zu.

Auch wenn die Wattenscheider optisch ein Übergewicht hatten - der TuS Heven war ein sehr unangenehmer Gegner für den Viertligisten von Trainer Farat Toku, der ja selbst schon am Haldenweg aktiv war. Vor allem „das Spiel gegen den Ball“ gefiel Mark Heinrich. Die Wittener bewegten sich gut, waren flott auf den Beinen, stellten die Räume immer wieder geschickt zu. „Jetzt zahlt es sich aus, dass wir in der Vorbereitung so viel am Läuferischen getan haben“, so Heinrich.

Dennoch gerieten die Wittener mit 0:1 in Rückstand, als ein weiter Flankenball von links im TuS-Strafraum per Kopf weitergeleitet wurde - Christian Mbona stand genau richtig, traf ohne Mühe (12.). Doch nur fünf Minuten später egalisierten die Gastgeber. Nach einem schnellen Pass in die Spitze war Ismail Ayar nur durch ein Foul im Strafraum zu bremsen - den fälligen Elfmeter verwandelte Volkan Kiral ganz sicher zum 1:1-Pausenstand (17.).

In der zweiten Hälfte agierte der TuS über weite Strecken auf Augenhöhe, hatte sogar die besseren Torgelegenheiten. In der 64. Minute scheiterte Ali Abou-Saleh mit einem versuchten Lupfer - aber vier Minuten später schloss Hevens pfeilschneller Neuzugang Ismail Ayar nach Vorarbeit von Maik Knapp einen Konter zum 2:1-Sieg ab (68.). „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Auch gegen einen Regionalligisten haben wir unsere Chancen“, so Heinrichs Fazit.