TuS Bommern setzt sich früh ab

Starke Partie: Nicole Schmidt (M., hier gegen Paulina Jasinska, li., und Lisa Bieber) gewann das Lokalderby gegen den ETSV Witten II mit dem TuS Bommern mit 26:17.
Starke Partie: Nicole Schmidt (M., hier gegen Paulina Jasinska, li., und Lisa Bieber) gewann das Lokalderby gegen den ETSV Witten II mit dem TuS Bommern mit 26:17.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Für die Handballerinnen des TuS Bommern läuft es weiterhin richtig gut: Auch das Rückspiel gegen den ETSV Witten gewann man deutlich (26:17).

Bommern.. TuS Bommern -
ETSV Witten II 26:17

TuS: L. Biniasch, Kruse; Müller (1), Grups, Köstler, Striebeck (2), Scherber (6), Sonnenschein (2/1), Krabbe (6), N. Schmidt (3), Bernstein (6/3), H. Schmidt.
ETSV: Freitag, Liebelt, Essling (n.e.); Buhren, Ott (3), Külpmann (2), Jasinska (2), Röder, Prior (2), Bieber (5/2), Kaltenhauser, Noth, Schürmann (3), Scheibelhut.

Die Differenz ist gleich geblieben: Nachdem die Landesliga-Handballerinnen des TuS Bommern schon das Hinspiel gegen die Zweitvertretung des ETSV Witten glatt gewonnen hatten (25:16), war auch die zweite Partie eine eindeutige Angelegenheit: Mit 26:17 (13:4) setzte sich das Team von Trainer Dirk Hille durch - die „Eisenbahnerinnen“ waren zumindest in der ersten Hälfte kein ebenbürtiger Gegner.

„Mit vier Toren in einer Halbzeit gewinnst du keinen Blumentopf“, erkannte auch ETSV-Trainer Thomas Binnberg, wo bei seinem Team das Problem lag. Zwar sah das Zusammenspiel ganz flüssig aus, in den entscheidenden Situationen aber fehlte die Durchschlagskraft. „Da war Bommern einfach kompromissloser“, stellte Binnberg nüchtern fest. Die Gastgeberinnen hatten sich relativ früh eine komfortable 5:1-Führung herausgeworfen - bald darauf hieß es 9:2 (18.), vor allem Natalie Scherber war bis zu diesem Zeitpunkt mit vier Treffern die entscheidende Akteurin im linken Rückraum.

Die Defensive des TuS Bommern ließ nicht von ihrer Linie ab, blockte mehrfach erfolgreich die Wurfversuche der Gäste, die sich obendrein eine Vielzahl technischer Fehler erlaubten. Zur Pause hieß es 13:4 für den Tabellendritten - „da war uns schon klar, dass hier nicht mehr viel zu holen sein würde“, so Thomas Binnberg. Wohl aber konnte man versuchen, das Resultat ein wenig ansehnlicher zu gestalten, und das gelang der ETSV-Reserve auch. Nach 43 Minuten traf die schwer zu kontrollierende Kreisläuferin Jenny Schürmann zum 10:17, jetzt war schon mehr Zug in den Aktionen der Gäste.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit in der Deckung nicht mehr ganz so konsequent gespielt - aber da fehlte wegen des Ergebnisses auch der ganz große Druck“, erklärte Dirk Hille. Bommern wechselte jetzt munter durch, der Coach verteilte die Spielanteile auf seinen gesamten Kader. In der Schlussphase wuchs der Vorsprung der TuS-Damen wieder bis auf elf Treffer an (25:14; 57.), ETSV-Akteurin Ina Külpmann markierte mit dem sehenswerten Wurf zum 17:26 das letzte Tor des Tages.

„Immerhin haben wir in der zweiten Halbzeit gut dagegen gehalten, da ist das Ergebnis im Rahmen geblieben“, so Gäste-Coach Binnberg. „Vor uns liegt noch ein langer, schwieriger Weg. Einige Spielerinnen sind noch nicht lange auf diesem Niveau unterwegs. Wenn wir am Ende die Klasse halten, haben wir unser Ziel erreicht.